Bayer
- Marion Schlegel - Redakteurin

Bayer-Aktie: Top-Gewinner im DAX – fällt jetzt die 100-Euro-Marke?

Die Aktie von Bayer kann am heutigen Mittwoch in einem freundlichen Umfeld hohe Gewinne verbuchen. Der Wert gewinnt 2,2 Prozent auf 99,75 Euro und gehört damit neben der Münchener Rück und Fresenius zu den größten Gewinnern des Tages im deutschen Leitindex. Aus charttechnischer Sicht ist Bayer damit wieder nahe an die nächste insbesondere psychologisch wichtige Hürde von 100 Euro herangerückt. Gelingt der Sprung darüber, wäre dies als klares positives Signal zu werten. DER AKTIONÄR bleibt insbesondere hinsichtlich der im Peergroup-Vergleich günstigen Bewertung (2016er-KGV von 13) bei seiner Kaufempfehlung. Und auch Investoren, die Wert auf Dividendenkontinuität legen, haben mit Bayer einen Garanten dafür gefunden.

Den Optimismus teilt auch die NordLB. Die Analysten haben das Kursziel für Bayer zwar von 125 auf 118 Euro gesenkt, die Aktie aber von „Halten“ auf „Kaufen“ hochgestuft. Der Pharma- und Chemiekonzern habe für das Geschäftsjahr 2015 sehr gute Zahlen vorgelegt, die aber die hohen Markterwartungen nur zum Teil erfüllt hätten, erkärte Analyst Thorsten Strauß. Bayer sei gut aufgestellt, um auch künftig weiter zu wachsen. Die Aktie scheine zudem wieder attraktiv bewertet zu sein.

Zwei Halte-Empfehlungen

Wenig optimistisch präsentiert sich derweil die Schweizer Großbank UBS für Bayer. Sie hat das Kursziel nach den jüngst veröffentlichten Geschäftszahlen von 130 auf 105 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Nach drei starken Wachstumsjahren im Geschäftsbereich Pharma rechne sie nun mit weniger starken Umsatzzuwächsen auch über das Jahr 2016 hinaus, schrieb Analystin Alexandra Hauber in einer Studie. Entsprechend habe sie ihre Schätzungen für das Ergebnis je Aktie im Kerngeschäft bis 2019 gesenkt.

Ebenfalls mit „Neutral“ bewertet die US-Bank Citigroup die Bayer-Aktie. Noch im Dezember hatte das Kursziel 140 Euro gelautet. Analyst Peter Verdult kürzte seine Schätzungen für den Pharma- und Chemiekonzern bis zum Jahr 2020 um bis zu zehn Prozent je Aktie und begründete dies mit niedrigeren Umsatzannahmen und einem neuen Margenausblick. Zwar werde die Aktie durch die Bewertung gestützt, doch eine bessere Ergebnisentwicklung für 2016 sei kaum absehbar. Andere Branchenwerte böten mehr Wert.

(Mit Material von dpa-AFX)

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