Bayer
- Marion Schlegel - Redakteurin

Bayer-Aktie mit 15-Prozent-Chance: Vor den Zahlen schnell zugreifen?

Prozent 20110906

Am morgigen Donnerstag wird Bayer die Zahlen für das dritte Quartal präsentieren. Bereits im Vorfeld hat das US-Analysehaus Bernstein Research seine Einstufung für die Aktie nach oben korrigiert. Die Experten bewerten die Bayer-Aktie nun mit „Outperform“ nach zuvor „Market Perform“. Zudem wurde das Kursziel deutlich von 110 auf 123 Euro erhöht. Mit der geplanten Abspaltung der Sparte MaterialScience werde das Chance/Risiko-Verhältnis des Pharma- und Chemiekonzerns attraktiver, schrieb Analyst Jeremy Redenius in einer Studie vom Mittwoch. Bayer dürfte vor einer Dekade beständigen Wachstums stehen. Die Aktie berge bis zum neuen Kursziel ein Aufwärtspotenzial von 15 Prozent.


Starkes Gesundheitsgeschäft
Nach Meinung mehrerer Experten dürften die Quartalszahlen am Donnerstag erfreulich ausfallen. Ein starkes Gesundheitsgeschäft hält den Pharma- und Chemiekonzern Bayer im dritten Quartal auf Wachstumskurs. Vor allem neuere Pharmaprodukte würden bei den Leverkusenern klingeln lassen. Für das Geschäft mit Agrochemikalien wie Pflanzenschutzmitteln und Saatgut sind die Signale weiterhin positiv. Auch die Belastungen von der Währungsseite haben abgenommen. Der Euro büßte einen Teil seiner Stärke ein. Im Kunststoffgeschäft - das an die Börse bringen will - dürfte sich der Preisdruck bei wichtigen Produkten fortsetzen. Die von Bayer befragten Analysten rechnen für das dritte Quartal im Schnitt mit einem Umsatzplus von 3,8 Prozent auf gut 10 Milliarden Euro. Beim Gewinn gehen sie mit 758 Millionen Euro von einem ähnlich starken Plus von 3,4 Prozent aus. 


Zahlreiche neue Pharma-Produkte sorgen unterdessen für Schwung. Auch im dritten Quartal dürfte das Gesundheitsgeschäft aus Sicht von Independent Research-Analyst Christoph Schöndube vom Erfolg neuer Medikamente angetrieben werden. Eine geringere Belastung durch Wechselkurse komme dem Konzern ebenfalls zugute. Die Kosten für die Einführung der neuen Mittel dürfte aber die Profitabilität dämpfen. Bayer selbst erwartet mittelfristig Spitzenumsätze bei seinen fünf neuen Medikamenten von mindestens 7,5 Milliarden Euro pro Jahr.


DER AKTIONÄR ist ebenfalls zurversichtlich, was die weitere Entwicklung der Bayer-Aktie angeht. Auch charttechnisch sieht der Wert weiterhin vielversprechend aus. Anleger bleiben mit einem Stopp bei 90 Euro investiert.


(Mit Material von dpa-AFX)

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