BASF
- Maximilian Völkl

BASF vor Zahlen: Das erwarten die Experten!

Seit Jahresbeginn hat sich die Aktie des weltgrößten Chemiekonzerns BASF stark entwickelt. Am Freitag stellt der DAX-Riese nun die Bilanz für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2014 vor. Der Geschäftsbericht wird mit Spannung erwartet, da der Einfluss des eingebrochenen Ölpreises nach wie vor schwierig einzuschätzen ist.

Für BASF hat ein niedriger Ölpreis Licht und Schatten. Bei einem hohen Preis mache BASF Geld im Ölgeschäft, bei einem niedrigen im Chemiegeschäft, hatte Konzernchef Kurt Bock erst jüngst gesagt. Enorme Preisschwankungen seien allerdings schwer zu managen. Mögliche negative Folgen auf die Bilanz sollten allerdings durch den schwächeren Euro etwas gedämpft werden. Auch der milliardenschwere Verkauf des Anteils an der Kunststofffirma Styrolution wird sich positiv auf den Gewinn auswirken.

Für den Zeitraum Oktober bis Ende Dezember erwarten die Analysten dennoch einen Umsatz- und Gewinnrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Im vierten Quartal wird im Schnitt mit einem operativen Gewinn (EBIT) vor Sondereffekten von 1,34 Milliarden Euro gerechnet. Im Vorjahr hatte der Konzern noch fast 1,5 Milliarden Euro verdient. Beim Konzernumsatz erwarten die Experten hingegen einen Rückgang von 18,2 auf 16,8 Milliarden Euro.

Spannende Prognose

Neben den Zahlen steht vor allem der Ausblick im Zentrum des Interesses. Ende Oktober hatte BASF seine Ziele für 2015 gekappt. Problematisch: Die deutsche Chemieindustrie zeigt sich für das laufende Jahr generell weniger zuversichtlich und rechnet wegen des Einbruchs bei den Ölpreisen mit dem ersten Umsatzschwund seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise. Angesichts der angespannten politischen Lage hatten BASF und der russische Energieriese Gazprom bereits Ende 2014 ein milliardenschweres Tauschgeschäft gestoppt. Der Stopp des Deals dürfte auch Auswirkungen auf die BASF-Zahlen haben.

Dividendenstar

DER AKTIONÄR bleibt bullish. Mittelfristig stimmen die Aussichten bei BASF in jedem Fall. Der Weltmarktführer ist noch immer moderat bewertet und lockt mit einer starken Dividendenrendite von derzeit rund 3,3 Prozent. Dies kommt nach wie vor gut an. Investierte Anleger bleiben dabei und setzen den Stopp liegt bei 61 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: Eine Aktie für Kinder, Enkel oder Urenkel

Kürzlich fragte uns unser Chefredakteur Markus Horntrich: „Welche Aktie würdet ihr für eure Kinder auf jeden Fall kaufen? Bei welchem Unternehmen seid ihr euch sicher, dass es in den kommenden Jahren Umsatz und Gewinn kontinuierlich steigern wird?“ Grundsätzlich sind uns allen hierzu zunächst … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF-Tochter: Keine Alternative zu Gazprom!

Mario Mehren, der Chef der BASF-Tochter Wintershall, fordert in einem Interview die schrittweise Rücknahme der Sanktionen gegen Russland. Er betont, dass Russland „langsam die Geduld verliert“. Diese Entwicklung ist seiner Ansicht nach für Deutschland schlecht – auch aus wirtschaftlicher Sicht. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: Drei Experten – drei Kaufempfehlungen

Nach einem Investorentag bei BASF haben sich einige Analysten zu den Anteilscheinen des Chemieriesen zu Wort gemeldet. Alleine am gestrigen Handelstag erschienen drei Studien – und alle drei Experten gehen davon aus, dass hinsichtlich der Bewertung das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist. mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

BASF: Ausbruch geglückt

Der Aktie von BASF ist im frühen Handel ein guter Start und der Sprung über den Widerstandsbereich bei 91,50 Euro gelungen. Nun zieht der DAX-Titel in Richtung des Allzeithochs bei 97,22 Euro. Und auch dort dürfte nach Ansicht von Experten das Ende der Fahnenstange immer noch nicht erreicht sein. mehr