BASF
- Stefan Sommer - Volontär

BASF: Ein cleverer Schachzug?

Die BASF-Tochter Winterschall sorgte am Freitag mit einem milliardenschweren Investitionsprogramm für aufsehen. Der Konzern übernimmt für 1,25 Milliarden Dollar Anteile an Gas- und Ölfelder des norwegischen Energiekonzerns Statoil. Nun haben sie die ersten Analysten Stellung zu der Beteiligung genommen.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für BASF von 89 auf 90 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Er habe seine Schätzungen für den europäischen Chemiesektor angepasst und berücksichtige nun die jüngsten Entwicklungen bei den Wechselkursen und den Rohstoffpreisen, schrieb Analyst Richard Ramsden in einer Studie vom Freitag. Die Änderungen seien aber nicht nennenswert und hätten keinen Einfluss auf den Anlagehintergrund.

DZ-Bank-Analyst Peter Spengler hat seine Kaufempfehlung für BASF bekräftigt. BASF habe die Position seiner Tochter in Norwegen gestärkt. Das operative Ergebnis (EBIT) und der operative Cashflow von Wintershall stiegen damit deutlich. Von den neuen EU-Sanktionen gegen Russland sei BASF nicht betroffen. Den fairen Wert sieht der Experte bei 85 Euro.

EU-Sanktionen gegen Russland könnten auch Wintershall treffen

Derzeit steht die BASF-Tochter vor allem wegen Geschäften mit den russischen Öl- und Gasproduzenten Gazprom im Fokus. Wintershall will mögliche Auswirkungen der neuen EU-Sanktionen gegen Russland auf das Geschäft noch nicht bewerten. Die Details zu den weiteren Sanktionen seien erst jetzt veröffentlicht worden. "Wir prüfen nun, ob diese Auswirkungen für Wintershall haben", sagte ein Sprecher der BASF-Tochter am Freitag.

BASF; Chart

BASF bleibt ein klarer Kauf

Die Chancen und Risiken für das Tochterunternehmen Wintershall lassen sich derzeit noch schwer einschätzen. Die Aktie des Mutterkonzerns BASF bleibt allerdings einer der Top-Werte am deutschen Aktienmarkt. Langfristig orientierte Anleger können die derzeitige Konsolidierung zum Einstieg nutzen. Mit einem 2015er-KGV von 12 und einer Dividendenrendite von 3,5 Prozent ist die Aktie immer noch günstig.

(Mit Material von dpa-AFX)

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