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- DER AKTIONÄR

BASF: Die große Vorschau auf die Zahlen am Freitag

Am Freitag, den 24. Juli, legt der Chemieriese BASF seine Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Jahres vor. Eine gute Nachfrage nach Katalysatoren, Bauchemikalien und Farben dürften dem DAX-Konzern Experten zufolge zu einem Gewinnplus verholfen haben. Aber auch das Geschäft mit Chemikalien sei laut Deutsche-Bank-Analyst Tim Jones besser gelaufen.

Darüber hinaus habe die Erfolgsbeteiligung von Managern aufgrund des schwächeren Aktienkurses weniger gekostet. Im Auftaktquartal hatten Rückstellungen für ein Aktien-Optionsprogramm von Führungskräften BASF noch einen kräftigen Gewinnrückgang eingebrockt. Analyst Jeremy Redenius vom Bankhaus Bernstein sieht vor allem höhere Verkaufspreise und einen schwächeren Euro als Ergebnistreiber. Dies habe unter anderem den Gewinnrückgang in der Öl- und Gassparte mehr als ausgeglichen. Vor allem der niedrige Ölpreis drückte auf die Ergebnisse der Kasseler Tochter Wintershall, hieß es weiter. Laut Heiko Feber vom Bankhaus Lampe dürfte es auch in der Agrochemie schlechter gelaufen sein. Er begründet dies etwa mit einer schwächeren Nachfrage nach Fungiziden und Insektiziden in Europa. Unvorhersehbare Ereignisse sollten zudem das Geschäft mit Spezialchemikalien (Performance Product) belastet haben.

Leichter Gewinnanstieg erwartet
Nach einer vom Unternehmen in Auftrag gegebenen Erhebung rechnen Analysten für die Zeit von April bis Juni im Schnitt mit einem operativen Gewinn (EBIT) vor Sondereffekten von knapp 2,2 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern hier knapp zwei Milliarden Euro verdient. Beim Konzernumsatz erwarten die Experten einen Zuwachs auf 18,7 Milliarden Euro. Das wären gut 200 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn dürfte auf 1,410 Milliarden Euro steigen. Im zweiten Quartal 2014 waren es knapp 1,3 Milliarden Euro.

Mit Spannung erwartet: der Ausblick auf das zweite Halbjahr
Neben den Zahlen und Geschäftsverlauf steht vor allem der Ausblick im Fokus. Analysten rechnen damit, dass BASF die Ziele für 2015 bestätigen wird. Demnach erwartet das Unternehmen einen leicht steigenden Umsatz (2014: 74,32 Milliarden Euro) und einen Gewinn vor Zinsen und Steuern sowie Sondereinflüssen auf Vorjahreshöhe (7,36 Milliarden Euro). Dabei geht das Management im Schnitt von einem Ölpreis zwischen 60 und 70 US-Dollar je Barrel (159 Liter) und einem Euro-Kurs von 1,20 Dollar aus.

DAX-Titel bleibt ein Kauf
DER AKTIONÄR rät indes weiterhin zum Kauf der BASF-Papiere. Glückt der Sprung über die Marke von 86 Euro, wäre der Weg nach oben vorerst frei. Mit einem 2016er-KGV von 14 und einer Dividendenrendite von 3,4 Prozent sind die Qualitätstitel zudem noch günstig bewertet. Der Stopp sollte bei 73,00 Euro belassen werden.
(Mit Material von dpa-AFX)

 


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