BASF
- Thorsten Küfner - Redakteur

BASF, Covestro, Evonik oder Lanxess: Wer ist das größte Schnäppchen im Chemiesektor?

Der im abgelaufenen Jahr kräftig gebeutelte Chemiesektor präsentiert sich im neuen Börsenjahr relativ robust. So konnten vor allem die Anteile von Lanxess deutlich zulegen, aber auch Covestro, BASF und Evonik erholten sich von ihren 2018er-Tiefs. Dennoch sind sie allesamt aktuell günstig bewertet.

So beläuft sich das KGV von BASF für das laufende Jahr auf 11. Für 2020 dürfte es den Analystenprognosen nach auf 10 sinken. Im historischen Durchschnitt lag diese Kennzahl beim DAX-Schwergewicht bei 13. Das KBV beträgt derzeit 1,6, ebenfalls ein niedriger Wert im historischen Vergleich. Die Dividendenrendite ist hingegen selten höher gewesen als aktuell mit 5,0 Prozent.

Covestro: Das KGV-Schnäppchen
Gemessen am KGV ist die Aktie der ehemaligen Bayer-Tochter Covestro das größte Schnäppchen des Sektors. So beläuft sich das 2019er-KGV auf 9, das 2020er-KGV auf 8. In der (mit drei Jahren natürlich sehr kurzen) Börsenhistorie der Aktie lag die Kennzahl durchschnittlich bei 11. Beim KBV und bei der Dividendenrendite kommt die Aktie auf nahezu dieselben Werte wie BASF (1,6 beziehungsweise 5,0 Prozent).

Substanzwert Evonik
Ebenfalls knapp fünf Prozent Rendite sind bei den Anteilen von Evonik drin. Das 2019er-KGV des MDAX-Titels beläuft sich aktuell auf 11, das 2020er-KGV auf 10 und damit ebenfalls klar unter dem historischen Durchschnitt (14). Das KBV beträgt 1,4 – der niedrigste Wert der vier großen deutschen Chemieaktien.

Lanxess: Der Frühstarter
Lanxess glänzt hingegen im neuen Börsenjahr mit einer sehr positiven Performance. Mit einem Kurszuwachs von 18 Prozent zählt das Papier zu den stärksten Werten im MDAX und ist auch bisher der beste Chemietitel. Das KGV für das laufende Jahr beträgt 12, im kommenden Jahr soll es auf 10 sinken – weit unter das historische KGV des Spezialchemiekonzerns von 17. Das KBV beläuft sich derzeit auf 1,9, die Dividendenrendite auf 2,0 Prozent.

Günstig allein ist nicht entscheidend!
Ganz klar sind die vier Blue Chips im historischen Vergleich allesamt günstig bewertet – allerdings waren die Perspektiven in den vergangenen Jahren auch meist besser als aktuell. Denn angesichts der sich weiter eintrübenden Konjunkturdaten in vielen wichtigen Volkswirtschaften sowie den enormen Risiken (Handelskrieg, Brexit, Shutdown) ist weiterhin Vorsicht angesagt.
Mutige, langfristig orientierte Dividendenjäger können bei der BASF-Aktie peu à peu weitere Stücke einsammeln. Der Stopp sollte bei 51,00 Euro belassen werden.

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