Barrick Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Barrick Gold: Vor dem Aus?

Die Aktie des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold konnte gestern im amerikanischen Handel deutlich zulegen. Dies lag weniger an einem stärkeren Goldpreis, sondern vielmehr an einem Rebound des gesamten Sektors. Das könnte für den weiteren Verlauf ein gutes Zeichen sein. Zuletzt hatten die Aktien stark unter dem Tax-loss-Selling gelitten.

Wir haben an dieser Stelle bereits mehrfach betont, dass eine Trendwende auf dem Goldmarkt mit hoher Wahrscheinlichkeit von den Goldaktien ausgehen wird. Auch wenn Gold noch unter Druck stehen könnte, sind viele Aktien mittlerweile so ausgebombt, dass der eine oder andere Investor über einen Einstieg nachdenken wird. Freilich: Der gestrige Tag war zunächst einmal eine technische Gegenbewegung auf die starken Verluste der Vortage. Doch verfestigt sich der Trend, dass die Goldaktien den Goldpreis outperformen, dann könnte das ein Zeichen für eine längere Aufwärtsbewegung sein.


Mine vor dem Aus?


Zurück zu Barrick Gold: Das Unternehmen hat nach wie vor Probleme in Sambia. Barrick hat auf der Lumwana-Kupfer-Mine im vergangenen Jahr 260 Millionen Pfund Kupfer produziert. Doch jetzt denkt das Unternehmen darüber nach, die Mine lieber heute als morgen zu schließen. Es sind politische und finanzielle Gründe, die Barrick zu diesem Schritt zwingen könnten. Die Regierung von Sambia hat beschlossen, die Abgaben für Bergwerksunternehmen zu erhöhen. Die sogenannten Royalties sollen von 6 Prozent auf sage und schreibe 20 Prozent anheben. Das dürfte die Marge von Barrick auf Lumwana zusammenschmelzen lassen – zumal vor dem Hintergrund, dass der Kupferpreis zuletzt wieder unter Druck stand.


Für Barricks Kupferproduktion wäre das ein herber Schlag. Schließlich will das Unternehmen im laufenden Jahr rund 450 Millionen Pfund Kupfer produzieren. Mehr als die Hälfte davon stammt von der Lumwana-Mine. Mit anderen Worten: Die Produktion würde im kommenden Jahr deutlich schrumpfen. Und bilanziell dürfte Barrick einige Abschreibungen auf das Projekt vornehmen. Das könnte noch einmal für Druck bei der Aktie sorgen.

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