Barrick Gold
- Markus Bußler - Redakteur

Barrick Gold: Unverhoffter Rückenwind?

Die Aktie des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold tut sich weiter schwer. Das Umfeld ist schwierig. Zwar hat sich der Goldpries zuletzt im Bereich von 1.200 Dollar stabilisiert. Doch die Anleger trauen dem Frieden nicht. Minenaktien stehen bei Anlegern nicht gerade an erster Stelle der weihnachtlichen Wunschliste. Doch es könnte eine positive Überraschung geben.

In den vergangenen Monaten stand bei Barrick Gold vor allem das Thema „Sparen“ ganz oben auf der Agenda. Das Unternehmen hat die Kosten massiv gesenkt und konnte so auch angesichts des gesunkenen Goldpreises noch profitabel Gold fördern. Doch die Sparbemühungen dürften mittlerweile nahezu ausgeschöpft sein. Unrentable Projekte wurden verkauft, der Personalabbau ist ebenfalls endlich und bei den Explorationsausgaben kann ein Goldproduzent nicht ewig sparen. Schließlich müsste Barrick aus buchhalterischen Gesichtspunkten für jede Unze, die der Konzern aus dem Boden herausholt, an anderer Stelle eine neue Unze nachweisen. Sonst sinken die Ressourcen.

Angesichts der nach wie vor schwierigen Situation dürfte Barrick der deutlich gesunkene Ölpreis in die Karten spielen. Rund 25 Prozent der Kosten, die bei Barrick bei der Goldproduktion anfallen, dürften auf Energiekosten zurückgehen. Zuletzt ist der Rohölpreis um über 30 Prozent gefallen. Und mit ihm die Preise für Diesel. Das dürfte bei Barrick Gold zu einer deutlichen Entlastung führen. Schlägt der Preisrutsch voll durch, dann dürfte dies die Kostenseite um rund acht Prozent entlasten. Bereits im vierten Quartal könnte Barrick damit auf der Kostenseite deutlich unter den eigenen Prognosen liegen. Bei All-in Sustaining Costs von 900 Dollar würde eine Reduktion der Kosten um acht Prozent die All-in Kosten auf rund 830 Dollar drücken. Freilich: Auf dauerhaft niedrige Ölpreise zu spekulieren ist aus heutiger Sicht vermessen. Doch der Ölpreisrutsch könnte den Goldproduzenten in einer schwierigen Phase Rückenwind verleihen.
Sehen Sie dazu auch die aktuelle Ausgabe von "Bußlers Goldgrube".

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