Banco Espirito Santo
- Thorsten Küfner - Redakteur

Banco Espirito Santo: Endlich wieder gute Nachrichten

Nachdem in den vergangenen Wochen meist eine Negativ-Schlagzeile die nächste Jagte, gibt es für die Banco Espirito Santo (BES) nun wieder einmal eine gute Nachricht: Die US-Ratingagentur Moody`s hat die Kreditwürdigkeit Portugals hochgestuft. Die Bonität für das Land, das vor Kurzem den europäischen Rettungsfonds verlassen hat, wurde nun auf „Ba1“ erhöht. Der Ausblick wurde als „stabil“ bezeichnet. Moody`s lobte, dass der Staat seine Konsolidierungskurs trotz der jüngsten Turbulenzen um die Grupo Espirito Santo (GES) fortführt, er sich wieder über den Kapitalmarkt finanzieren kann und mittlerweile wieder über „erhebliche Cash-Reserven“ verfüge.
Wird die Kreditwürdigkeit Portugals erneut um eine Stufe angehoben, würde das westeuropäische Land den „Ramschstatus“ verlassen. Dies wäre auch für portugiesische Unternehmen wie etwa die Banco Espirito Santo sehr positiv zu werten. Schließlich dürften sich durch ein höheres Rating Portugals auch deren Refinanzierungskosten reduzieren.

Mutige greifen zu

Die Aktie der BES bleibt angesichts der enorm günstigen Bewertung mit einem 2015er-KGV von 6 und einem KBV von 3 für mutige, langfristig orientierte Anleger ein Kauf. Der Stopp sollte bei 0,33 Euro belassen werden. Für konservative Anleger bleibt das Papier allerdings nach wie vor ein zu heißes Eisen.

 

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Banco Espirito Santo: Der Name geht, das Chaos bleibt

Die Verhandlungen über die Neuausrichtung der portugiesischen Banco Espirito Santo gehen weiter. Aktuell ist aber offenbart immer noch nicht geklärt, welcher Teil der Bank an den Staat – Stand jetzt wäre dies der „gesunde“ Teil der Bank – geht und welcher in Besitz der Aktionäre verbleibt – wohl … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Banco Espirito Santo: Wie groß ist die Lücke?

Die Banco Espirito Santo (BES) hat die Marktteilnehmer mit ihrem dramatisch hohen Quartalsverlust für das zweite Quartal geschockt. Mit einem Fehlbetrag von satten 3,6 Milliarden Euro wurde sogar das eigentlich ordentliche Polster an überschüssigem Kapital von mehr als zwei Milliarden Euro komplett … mehr
| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

Banco Espirito Santo: Ein wahres Blutbad

Die Aktie der Banco Espirito Santo (BES) ist nach den gestrigen Zahlen erheblich unter Beschuss geraten. Nachdem die Papiere in Portugal angesichts des hohen Fehlbetrags des Kreditinstituts in Höhe von 3,6 Milliarden Euro noch bis 10:00 Uhr vom Handel ausgesetzt waren, ging es nach Wiederaufnahme … mehr
| Florian Söllner | 0 Kommentare

Banco Espirito Santo: Mehr Verlust als gedacht

Die Lage der angeschlagen Großbank BES (Banco Espirito Santo) ist noch schlimmer als befürchtet. Die nach Marktwert drittgrößte portugiesische Bank hat im ersten Halbjahr unter dem Strich 3,6 Milliarden Euro verbrannt. Spekuliert worden war zuletzt noch über ein Minus von rund 3 Milliarden. … mehr