DAX
- Thomas Bergmann - Redakteur

Aufatmen in China und an der Wall Street - diese Marken hat der DAX im Visier!

Gute Unternehmenszahlen haben am Dienstag an der Wall Street für grüne Vorzeichen gesorgt. Die wichtigsten Aktienindizes fanden nach fünf Handelstagen im Minus den Weg zurück in die Gewinnspur und legten deutlich zu. Der Dow Jones zog um 1,09 Prozent auf 17.630,27 Punkte an. Der marktbreite S&P 500 stieg um 1,24 Prozent auf 2.093,25 Zähler und der Nasdaq 100 um 0,91 Prozent auf 4.560,23 Punkte. Entsprechend freundlich dürfte der DAX in den ersten Handelsstunden tendieren, wobei Anleger vor allem eine Marke im Blick haben sollten.

Der DAX ging am Dienstag mit einem Plus von 117 Punkten oder 1,1 Prozent bei 11.173,91 Zählern aus dem Handel. Zwischenzeitlich war der deutsche Leitindex an die obere Begrenzung der monatelangen Flaggenformation (bei 11.229 Punkten) herangelaufen, konnte diese aber im ersten Anlauf nicht überwinden. Exakt auf dem gleichen Niveau liegt auch das 23,6%-Fibonacci-Retracement der jüngsten Abwärtsbewegung.

Neuer Versuch

Am Mittwoch verläuft die Trendkanallinie bei 11.214 Punkten. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dürfte der DAX einen neuen Versuch starten, diese Hürde aus dem Weg zu räumen. Wird diese überwunden, dürfte auch das Retracement keine große Gefahr mehr darstellen und ein weiterer Anstieg die Folge sein.

DAX; Chart

Widerstände: 11.214 / 11.229 / 11.339 / 11.428

Unterstützungen: 11.052 / 11.000 / 10.800

 

Die nächste Zielmarke läge dann bei etwa 11.339 Zählern. Dort hatte der DAX am 24. Juli ein Gap aufgerissen, zudem liegt dort das 38,2%-Fibonacci-Retracement des angesprochenen Abwärtstrends. Schafft es der deutsche Leitindex auch über den Bereich von 11.430 Zählern, dürfte die jüngste Korrektur beendet sein und die am 8. Juli eingeläutete Aufwärtsbewegung nachhaltig fortgesetzt werden.

Bear-Case-Szenario

Im ungünstigsten Fall verharrt der DAX in seiner Flaggenformation, prallt an der oberen Begrenzung ab und geht in den Tauchgang über. In diesem Szenario kommt der Marke von 11.052 Zählern, dem Tief vom 27. Juli, eine besondere Bedeutung zu. Wird diese nicht verteidigt, droht nicht nur das Gap bei 11.025 Punkten geschlossen zu werden; dann dürfte auch die 11.000-Punkte-Marke nicht lange halten.

Wahrscheinlich höher

Angesichts der starken Kursgewinne in den USA und der moderaten Erholung der chinesischen Börsen präferiert DER AKTIONÄR die erste Variante. Bereits am Dienstag wurde im täglichen DAX-Check ein Long-Produkt präsentiert, das immer noch kaufenswert ist. Eine neue Einschätzung zum DAX erhalten Sie kurz nach 10:00 Uhr unter www.daf.fm.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Null Bock! DAX ignoriert gute Vorgaben

Der DAX kann am Donnerstagmorgen die guten Vorgaben aus Asien - der Nikkei sprang zeitweise um mehr als zwei Prozent nach oben - nicht nutzen. Im Gegenteil: Der XDAX notiert im frühen Handel unter dem Xetra-Schluss vom Vortag. Auch die von der OPEC beschlossene Drosselung der Erdölförderung und in … mehr
| DER AKTIONÄR | 0 Kommentare

Das Kaufsignal: Gebert-Indikator springt auf Grün - bei diesen Aktien geht die Rallye weiter +++ Morphosys: Biotech-Perle vor dem Durchbruch +++ Absturz: So geht es jetzt mit dem Goldpreis weiter

Der Gebert-Indikator gehört aufgrund seiner hohen Trefferquote in Backtests und realem Einsatz zu den bekanntesten Gesamtmarkt-Indikatoren in Deutschland. Wer den Signalen, die seit 1996 im Aktionär publiziert werden, gefolgt ist, hat mit einer Performance von insgesamt plus 2072 Prozent den DAX um … mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Referendum rückt näher - DAX geht tiefer

Die Unsicherheit in Bezug auf das Referendum in Italien am kommenden Wochenende lastet auf dem deutschen Aktienmarkt. Am Montag war deshalb der DAX um mehr als ein Prozent auf 10.582 Punkte gefallen. Am Dienstagmorgen kann sich der deutsche Leitindex immerhin auf diesem Niveau stabilisieren, doch … mehr