Apple
- Marion Schlegel - Redakteurin

Apple jetzt vor Samsung? Aktie mit neuem Rekordhoch

Die Aktie von Apple hat ihre zwischenzeitliche Korrekturphase längst überwunden. Am Freitag vergangener Woche ist das Papier sogar auf ein neues Allzeithoch bei 120,00 Dollar geklettert, nachdem das Unternehmen wenige Tage zuvor einen neuen Rekordgewinn von 18 Milliarden Dollar veröffentlicht hatte. Wie beliebt die Produkte von Apple sind, zeigt die jüngste Auswertung von Marktforschern. Demnach ist das iPad trotz eines deutlichen Absatzrückgangs weiter die klare Nummer eins im Tablet-Geschäft. Die 21,4 Millionen verkauften iPads im Weihnachtsquartal bedeuteten einen Marktanteil von 28,1 Prozent, berichtete die Analysefirma IDC am Montag. Das war mehr als bei den vier nächsten Konkurrenten zusammen.

Bei den Smartphonse scheint Apple mit dem iPhone 6 sogar den langjährigen Marktführer Samsung überholt zu haben. Die Analysefirma Strategy Analytics errechnete für das Weihnachtsquartal für beide einen Marktanteil von jeweils 19,6 Prozent. Apple hatte im vergangenen Vierteljahr 74,5 Millionen iPhones verkauft, Samsung nennt selbst keine Absatzzahlen. Die Marktforschungsfirma Counterpoint Research sieht Apple sogar leicht vorn, weil sie für Samsung nur einen Absatz von 73,8 Millionen Smartphones errechnete. Samsung habe vor allem in China, Europa und Lateinamerika Marktanteile verloren.

Neue Anleihen
Anleger können zudem wieder auf Ausschüttungen hoffen. Hierfür holt sich Apple wieder frisches Geld bei Anlegern, statt in die gewaltigen eigenen Milliarden-Reserven zu greifen. Der Konzern platziert weitere Anleihen, wie aus am Montag bei der US-Börsenaufsicht SEC veröffentlichten Dokumenten hervorgeht. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg liegt der Erlös bei 6,5 Milliarden Dollar (5,7 Milliarden. Euro). Das Vorgehen hat steuerliche Gründe. Apples Geldreserven von zuletzt 178 Milliarden Dollar liegen vor allem im Ausland. Würde das Geld in den USA verwendet, müsste Apple rund 35 Prozent Steuern darauf zahlen.

Der Konzern braucht aber Geld für die von Anlegern eingeforderten Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen. Für Apple ist es günstiger, Anleihen aufzulegen als die Reserven aus dem Ausland zu holen. Seit April 2013 nahm Apple bereits über 30 Milliarden Dollar über Anleihen auf. An die Aktionäre wurden bereits gut 100 Milliarden Dollar ausgeschüttet.
Die aktuellen Schuldverschreibungen haben Laufzeiten von 2020 bis 2045. Die Deutsche Bank und Goldman Sachs wurden mit der Platzierung der Papiere beauftragt.

Stake Aussichten
Nach langen Startschwierigkeiten erobert Apple jetzt auch den chinesischen Smartphone-Markt. Dadurch ergibt sich ein enormes Wachstumspotenzial, das eine Neubewertung der Aktie erfordert. Anleger lassen die Gewinne bei Apple in jedem Fall weiter laufen, ziehen den Stopp aber nach dem starken Kursanstieg zuletzt auf 84 Euro nach.

(Mit Material von dpa-AFX)

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