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- Marion Schlegel - Redakteurin

Apple-Aktie schließt 2015 trotz Rekordjahr im Minus – wird 2016 besser?

Das abgelaufene Jahr hätte für die Apple-Aktionäre deutlich besser laufen können. Trotz stark steigender Umsätze und Gewinne notierte die Aktie zum Ende des Jahres knapp fünf Prozent unter dem Kurs von Anfang Januar. Somit muss der iPhone-Konzern erstmals seit 2008 auf Jahressicht mit einer negativen Kursentwicklung leben.

Die Apple-Aktie im Jahresrückblick

Ein Rückblick: Das Papier hatte zu Beginn des vergangenen Jahres eine starke Performance hingelegt. Im April brachten die Kalifornier ihre Apple Watch auf den Markt, die Aktie kletterte bis auf 134,54 Dollar. Ab Juli ging es abwärts. Die Zahlen zum zweiten Quartal setzen das Papier unter Druck. Der Konzern konnte zwar einen klaren Sprung bei Umsatz und Gewinn vermelden und auch die iPhone-Verkäufe wuchsen rasant – doch Analysten hatten mit einem noch höheren Zuwachs gerechnet. Zudem enttäuschte der Jahresausblick.

Es ging bis auf 92 Dollar nach unten – auch die China-Sorgen belasteten Apple. Die Zahlen im letzten Quartal wiederum überraschten positiv. Es schien, dass der Blick wieder nach oben gehen könnte. Doch daraus wurde nichts. iPhone-Sorgen belasteten den Kurs und führten zu einem beschleunigten Abverkauf im Dezember.

iPhone-Probleme

Analysten rechnen damit, dass die Wachstumsdynamik beim iPhone nachlassen könnte. Die Experten der Berenberg Bank kritisierten die sehr hohe Abhängigkeit vom iPhone. Apple sei demnach ein „Ein-Produkt-Unternehmen“, in dem 85 Prozent des operativen Gewinns vom Smartphone generiert werden. Alle Versuche, die Abhängigkeit vom Smartphone zu reduzieren, wie die Apple Watch, Music, Pay und TV, scheiterten, so der Experte. Weitere Experten wie Kathryn Huberty von Morgan Stanley kürzten jüngst ihre iPhone-Absatzschätzungen für das Geschäftsjahr 2016.

Umsatzentwiklung von Apple nach Produkten

Fokus auf 2016

Die Diversifizierung weg vom iPhone ist vorerst gescheitert: Die Apple-Watch blieb hinter ihren hohen Erwartungen zurück. Sollten die Smartphone-Verkäufe tatsächlich enttäuschen, würde sich das in großem Maße auf die finanzielle Lage bei Apple auswirken. Fast 70 Prozent der Umsätze werden mit dem iPhone generiert. In den USA war das Wachstum im letzten Quartal bereits rückläufig. In China, das der Lichtblick der iPhone-Verkäufe war und über 100 Prozent wuchs, könnte das aufgrund des stark rückläufigen Wirtschaftswachstums auch bald der Fall sein.

 

Finger still halten!

Apple selbst will nichts von einer abnehmenden iPhone-Verkaufsdynamik wissen und rechnet mit einem starken Weihnachtsquartal. Die Zahlen hierfür werden am 26. Januar vorgelegt. Sollte dabei die iPhone-Zahlen tatsächlich enttäuschen, könnte das Apple vor erhebliche Probleme stellen. Die Aktie ist zwar mit einem 2016er-KGV von 11 sehr günstig bewertet, ein Einstieg bietet sich aktuell allerdings aufgrund der iPhone-Unsicherheit und der Charttechnik nicht an.

 

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