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- Markus Horntrich - Chefredakteur

Apple Aktie: Short-Squeeze? Das sind die Gründe

Gestern kam bei Apple die Horrormeldung, dass Qualcomm in China einen Verkaufsstopp erwirkt hat. Apple daraufhin erwartungsgemäß sofort Revision ein. Dennoch fiel die Aktie im US-Handel massiv zurück, um sich dann wieder deutlich zu erholen. Das sind die Gründe, warum sich Leerverkäufer nun warm anziehen sollten.

Derzeit scheinen die Investoren vor allem auf eines zu warten: die nächsten Hiobsbotschaften von Apple oder einem Zulieferer. Für positive Nachrichten scheint sich niemand zu erwärmen. Oder man traut sich einfach nicht in das fallende Messer, was Apple aktuell ja ist, zu greifen. Doch manche müssen vielleicht zugreifen – Leerverkäufer. Zwar haben Shortseller jetzt Oberwasser, aber mittlerweile sind sämtliche Analysten, die vor wenigen Wochen noch optimistisch waren umgeschwenkt, haben die Erwartungen gekappt und die Aktie ist um rund 30 Prozent gefallen. Mit anderen Worten, es ist schon vieles an Negativem im Kurs eingepreist.

Gegen den gestern gemeldeten gerichtlich angeordneten Verkaufsstopp hat Apple Revision eingelegt. Damit dürfte vorerst das Geschäft normal laufen. Nachdem die Streitigkeiten bereits lange laufen, ist davon auszugehen, dass sich die beiden Parteien über kurz oder lang auf dem finanziellen Weg einigen werden, wobei die jüngsten Gerichtsentscheidung eher dafür spricht, dass sich Apple und Qualcomm zeitnah einigen werden.

Was viele Anleger und Investoren derzeit kaum auf dem Schirm haben sind die guten Nachrichten, die von Zulieferern kommen. Gestern meldete TSMC die Umsatzzahlen für den Monat November. TSMC fertig unter anderem die Prozessoren für Apple. Apple ist direkt für knapp 20 Prozent der Umsätze verantwortlich. TSMC arbeitet als Auftragsfertiger aber auch für zahlreiche Zulieferer von Apple, daher ist der Anteil Apples an den TSMC-Umsätzen noch etwas höher. Unter dem Strich sind die Daten von TSMC also ein guter Indikator auch für das Geschäft bei Apple. Dass TSMC im November ein Umsatzplus von knapp sechs Prozent realisieren konnte, spricht eher dafür, dass die Geschäfte beim US-Konzern aus Cupertino doch nicht so schlecht laufen, wie jeder befürchtet.

Hier die Monatsdaten von TSMC:

Die zweite positive Nachricht kam ebenfalls aus Asien. Apple lässt seine Geräte bekanntlich bei Foxconn in China zusammenbauen. 45 Prozent der Foxconn-Umsätze werden durch Apple generiert. Daher ist das aktuelle Monatsupdate von Foxconn genau das Gegenteil der ganzen Horrormeldungen von Zulieferern der vergangenen Wochen. Foxconn meldete einen Umsatzzuwachs im November von 21,5 Prozent. Das klingt nicht danach, dass Apple die Produktion eingestellt hätte, wie man vielfach den Eindruck haben könnte.

Hier die Monatsdaten von Foxconn:

Reif für eine Rallye

Nach Einschätzung des AKTIONÄR spricht vieles dafür, dass bei Apple derzeit zu sehr auf die negativen Nachrichten geblickt wird und die Wahrscheinlichkeit, dass Apple positiv überraschen wird, groß ist. Die Aktie ist längst reif für eine Rallye, zumal derzeit rund 41 Millionen Aktien leerverkauft sind. Mit steigenden Kursen wächst der Druck auf die Leerverkäufer, einzudecken. Das Intraday-Reversal von gestern ist ein Vorgeschmack, wie schnell es mit der Aktie nach oben gehen kann. Daher bleibt DER AKTIONÄR weiterhin bei seiner  positiven Einschätzung und sieht Apple weiterhin als Kauf.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Apple.

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Apple.

 

 

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