Apple
- Michel Doepke - Volontär

Apple: Spionage-Software für iPhones aufgetaucht

Was für ein Desaster: Eine neues Spionage-Programm wurde von IT-Experten auf iPhones entdeckt, das gleich drei iOS-Sicherheitslücken nutzt, um an persönliche Daten der Smartphone-Besitzer zu gelangen. Zwar beseitigte Apple die Lücken – doch der Imageschaden bleibt. Reagiert die Aktie?

Zugriff auf nahezu alle Daten

Dem IT-Sicherheitsunternehmen Lookout zufolge konnte man mit Hilfe der Späh-Software unter anderem Anrufe verfolgen, sämtliche Nachrichten und E-Mails mitlesen, Passwörter abgreifen und auch den Aufenthaltsort des Besitzers ausfindig machen. Bislang wurde diese Software meist nur von Geheimdiensten entdeckt und analysiert. Experten vermuten hinter den Machern der Überwachungssoftware eine Firma aus Israel.

Menschenrechtler betroffen

Ein Menschenrechtler namens Ahmed Mansur aus den Vereinigten Arabischen Emiraten erhielt in einer Nachricht einen Link mit angeblichem Infomaterial zur Folterung von Häftlingen im Emirat, hieß es. Infolgedessen schaltete er Sicherheitsforscher ein, um diese Nachricht zu überprüfen – der Verdacht hat sich bestätigt. Wie viele Menschen ausgespäht und wie lange die Software bereits aktiv genutzt wurde, ist bislang unklar.

 

Aktionäre reagieren gelassen

Ausgerechnet trifft es die Smartphones von Apple. Der Konzern aus Cupertino investiert seit Jahren viel Geld in die neusten Sicherheitsmechanismen und Verschlüsselungsdienste. Die Papiere von Apple verlieren um 0,4% auf 107,57 Dollar. Charttechnisch bleibt die Lage interessant: Nach der Aufwärtsbewegung steht ein Test der 200-Tage-Linie an. Investierte Anleger lassen ihre Gewinne laufen – Neueinsteiger warten einen erfolgreichen Test der Signallinie ab.

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