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- Markus Horntrich - Chefredakteur

Update Apple-Aktie: Das Kursdesaster geht weiter - schon wieder ein Zulieferer, der schockt

Nachdem einige Zulieferer für das laufende Quartal eine Gewinnwarnung abgeben mussten und Sorgen über den iPhone-Absatz aufkamen, ist die Unsicherheit bei Apple-Aktionären groß. Heute kommt zumindest ein Stück weit Gewissheit zurück, wie es bei Apple wirklich läuft.

Spekulationen um schwache iPhone-Verkäufe, Gewinnwarnungen bei Zulieferen, Prognosekürzungen bei Analysten, die Erwartungen im Hinblick auf Apple sind massiv gesunken. Gestern meldete sich zudem Largan Precision, Apples Lieferant für die Kameralinsen, mit einer schockierenden Nachricht: Die Umsätze im Monat November sind um 28,6 Prozent im Jahresvergleich eingebrochen.

Positive Aspekte unbeachtet

Was jedoch vielfach nicht berücksichtigt wird: Es haben längst nicht alle Zulieferer ihre Erwartungen reduziert. Bisher nicht beachtet wurden etwa Aussagen von Dialog Semiconductor, die bekanntlich eine enge Geschäftsbeziehung zu Apple unterhalten, dass man keine Nachfrageänderung bei Apple sieht. Ebenfalls ein positiver Aspekt sind die Umsätze im AppStore. Zwar liegen aktuelle Zahlen nur vom jüngsten Black Friday vor, die zeigen jedoch eine klare Tendenz, wie eine Analyse von SensorTower (siehe Grafik) zeigt: Weltweit sollen Umsätze von 169,3 Millionen US-Dollar an nur einem Tag generiert worden sein, in den USA allein 52 Millionen, der Rest in anderen Erdteilen. Das ist ein Plus von 18,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den USA wurden sogar 31,6 Prozent mehr Dollar im App Store umgesetzt als noch am Black Friday 2017. Steigende AppStore-Umsätze gelten als Indikation dafür, dass mehr Geräte neu aktiviert wurden, was dafür sprechen würde, dass die Absatzentwicklung eben nicht so schwach wie gedacht ist.

Spannung vor Broadcom-Zahlen

Festzuhalten ist, dass die Guidance von Apple Anfang November für das laufende vierte Quartal etwas konservativer als von Analysten erwartet ausfiel. Mehr aber auch nicht. Der Rest wurde vom Markt interpretiert beziehungsweise der Markt wettet gegen das Apple-Management. Entscheidend sind heute nach Börsenschluss die Zahlen von Broadcom, einer von Apples wichtigsten Zulieferern.

Aktie bleibt ein Kauf

DER AKTIONÄR bleibt der Meinung, dass eine Wette gegen Tim Cook und das Apple-Management auf Dauer keine gute Idee ist. Heute befindet sich die Aktie unter Druck. Neue Impulse wird es heute nach Börsenschluss geben. DER AKTIONÄR sieht den Wert bei nach unten gestaffelten Kauflimits weiterhin als Kauf an.

 Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Apple.

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Apple.

 

 

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