Apple
- Werner Sperber - Redakteur

Apple: Die Kunden machen, was der Konzern will; Börsenwelt Presseschau III

Die Experten des Aktionärsbriefes behaupten: Apple setzt Maßstäbe. Die Erwartungen in neue Produkte seien hoch gewesen und befriedigt worden. Die Vorbestellungen für das iPhone 6 brechen alle Rekorde. Die Apple Watch sei konkurrenzlos. Apple Pay habe das Zeug, das Konsumverhalten zu revolutionieren. Umsatzrekorde seien programmiert. Apple könne am besten das Verhalten der Verbraucher ändern und damit neue Märkte zu schaffen.
Die Nachfrage nach der neuen Mobiltelefon-Generation wird mit den deutlich größeren Bildschirmen begründet. Bereits jetzt liegt der Anteil der sogenannte Smartphones mit überdimensionierten Displays bei 40 Prozent der abgesetzten Geräte. Dieser Anteil dürfte weiter steigen. Die Computer-Armbanduhr könnte zu einem wichtigen Produkt von Apple werden. Analysten der Deutschen Bank schätzen das Umsatzpotenzial auf 15 bis 60 Milliarden Dollar. In der Apple Watch werden klassische Funktionen wie E-Mail, Telefon und Nachrichtenversand um Sensoren ergänzt, mit denen sich sportliche Aktivitäten und Körperfunktionen wie Pulsfrequenz und Kalorienverbrauch nachvollziehen lassen. Die Apple Watch sei die bislang ausgereifteste Smartwatch. Das neue Bezahlsystem macht Kreditkarten und Bargeld überflüssig. Es reicht, iPhone oder Apple Watch nahe an ein Lesegerät an der Ladenklasse zu halten und die Zahlung mit einem hinterlegten Fingerabdruck zu bestätigen. Bei jedem Bezahlen wird Apple am Umsatz beteiligt. Brancheninsidern zufolge beträgt die Provision 0,15 Prozent des Zahlbetrages. Kunden in den USA kaufen jährlich für rund zehn Billionen Dollar ein und Kunden in Deutschland haben im vergangenen Jahr knapp 1,6 Billionen Euro ausgegeben. Zunächst wird das System in den USA eingeführt, später in Europa. Apple habe ein Saatkorn eingepflanzt, das in den kommenden Jahren prächtig gedeihen und die Marke Apple noch stärker in den Köpfen der Menschen verankern wird.
Der Gewinn je Aktie von Apple wird für dieses Geschäftsjahr auf 6,30 Dollar geschätzt und für nächstes Fiskaljahr auf etwa sieben Dollar. Der Netto-Barbestand zum Ende des nächsten Wirtschaftsjahres soll auf 200 Milliarden Dollar beziehungsweise 33 Euro pro Anteil steigen. Damit wäre ein Drittel des Börsenwertes mit Netto-Liquidität unterlegt. Wenn diese 33 Euro vom Aktienkurs abgezogen würden, beliefe sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf 10. Dieser Wert sollte wesentlich höher sein. Apple Pay und Apple Watch dürften mittel- bis langfristig für einen Gewinnschub sorgen. Das Kursziel beträgt 140 Dollar.

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| Michel Doepke | 0 Kommentare

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