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- Andreas Deutsch - Redakteur

AOL: Dino enttäuscht auf der ganzen Linie

Galoppierende Kosten haben dem Internet-Urgestein AOL den Jahresauftakt gründlich verhagelt. Im ersten Quartal brach der Gewinn um beinahe zwei Drittel auf 9,3 Millionen Dollar ein. Die Börsianer hatten mit einem besseren Abschneiden gerechnet, die AOL-Aktie kollabiert.


Dabei gab es durchaus Lichtblicke: Das Werbegeschäft zog weiter an und sorgte für ein Umsatzplus von 8 Prozent auf 583 Millionen Dollar. Auch das Geschäft mit Internetzugängen, mit dem AOL einst groß wurde, spült weiterhin Geld in die Kasse - wenngleich weniger als im Vorjahreszeitraum.

AOL hat sich verändert

AOL positioniert sich heute als Inhalteanbieter und verdient an der Werbung auf Websites. Zum Unternehmen gehören unter anderem die Onlinezeitung "Huffington Post" sowie die großen Technologieblogs "Engadget" und "TechCrunch". Um das Werbegeschäft auszubauen, hatte AOL erst am Vortag den Kauf des Spezialanbieters Convertro für rund 101 Millionen Dollar bekanntgegeben.

Finger weg

Im frühen New Yorker Handel rauscht die AOL-Aktie um über 18 Prozent in die Tiefe. Es wird gewiss noch eine Zeitlang dauern, bis die Börse den Schock mit den schlechten Zahlen verdaut hat. Bis sich die Lage nicht nachhaltig beruhigt hat, sollten Anleger die Aktie des Internet-Dinos tunlichst meiden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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