Amazon
- Andreas Deutsch - Redakteur

Amazon: Klarer Top-Pick für 2019

Der Markt ist weiterhin fest im Bann von Zollkrieg, Zins- und Rezessionsängsten. Die charttechnische Situation bei Amazon bleibt dementsprechend angespannt. Möglicherweise bildet die Aktie bald ein sogenanntes Death Cross aus. Cowen-Analyst John Blackledge lässt sich davon überhaupt nicht beeindrucken.

Blackledge nennt Amazon als seinen Top-Pick. Der Kursrutsch in den vergangenen Wochen mache das Unterenehmen noch deutlich attraktiver. Blackledges Kursziel: 2.250 Dollar.

„Amazon hat mehrere Treiber für ein robustes Umsatzwachstum über die kommenden Jahre”, so der Experte. „B2C wächst weiter, auch B2B hat noch einiges an Potenzial.“

Auch AWS, die Cloudsparte, wird sich laut Blackledge weiter gut entwickeln. AWS könnte zwischen 2019 und 2024 um 31 Prozent jährlich beim Umsatz zulegen.

Viel Luft nach oben

Blackledge ist bei Weitem nicht der einzige Analyst, der sehr bullish für Amazon ist. 47 Experten stufen die Aktie mit Kaufen ein, zwei mit Halten und nur einer mit Verkaufen. Durchschnittliches Kurspotenzial: 32 Prozent.

Auch DER AKTIONÄR sieht in der Korrektur eine klare Kaufchance. Dafür gibt es vier gute Gründe:

1. Die Konjunktur läuft in vielen Ländern nach wie vor einwandfrei. Das Weihnachtsgeschäft dürfte für Amazon top werden. In Deutschland geben die Leute dieses Jahr 472 Euro im Schnitt für Weihnachtsgeschenke aus – das ist einer der höchsten Werte seit Jahren. Die Amerikaner gehen im Zeitraum von Anfang November bis Ende Dezember für 1.000 Milliarden Dollar shoppen. Ebenfalls ein Top-Wert.

2. Amazons Cloudsparte entwickelt sich prima. Laut den Analysten Jefferies ist die Sparte 350 Milliarden Dollar wert. Ein Spin-off wird immer wahrscheinlicher. Das wäre ein Kurs-Boost für das Mutterschiff.

3. Das Geschäft mit der Gesundheit ist noch kaum im Amazon-Kurs eingepreist. Volumen allein in den USA: 3.500 Milliarden Dollar. Jeff Bezos hat eine Krankenversicherung gegründet und mit Pillpack einen Medikamentenversender übernommen. Und damit die Basis für eine dominante Rolle für Amazon geschaffen.

4. Ebenfalls noch kaum im Kurs eingepreist: das Potenzial von E-Commerce-Werbung. Die Media-Agentur Zenith sieht Amazon als Top-Profiteur. Geschätztes Volumen: 100 Milliarden Dollar.

Amazon ist topfit

Amazon ist bestens aufgestellt für etliche Jahre mit bemerkenswertem Wachstum. Ziel: 1.800 Euro, Stopp: 1.200 Euro.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Andreas Deutsch | 0 Kommentare

Amazon, Netflix, Kering und Co: So geht es weiter

Es war nur eine Frage der Zeit, nun ist es so weit: das Break bei Amazon ist da. Die charttechnische Entwicklung ist fundamental gerechtfertigt. Laut einer Studie könnte Amazon einen gewaltigen Markt aufmischen: B2B-E-Commerce. Potenzial gibt es nicht nur bei Amazon, sondern auch bei anderen Tech- … mehr
| Andreas Deutsch | 0 Kommentare

Amazon: Sie ist raus!

Nun ist endlich passiert, worauf die Amazon-Gemeinde an der Börse bereits sehnsüchtig gewartet hatte: Die Aktie des E-Commerce-Giganten ist am Mittwoch mit Schwung aus dem wochenlangen Seitwärtstrend ausgebrochen und hat damit ein glasklares Kaufsignal generiert. Welche Marken geraten jetzt in den … mehr
| Andreas Deutsch | 0 Kommentare

Amazon: Der vorletzte Bär kippt um

Das Chartbild von Amazon hat sich zuletzt merklich aufgehellt. Gelingt nun endlich das Break aus dem wochenlangen Seitwärtstrend, auf das die Aktionäre sehnsüchtig warten. Edward Yruma von der Investmentbank KeyBanc Capital Markets glaubt plötzlich auch an die Amazon-Story, nachdem er zwei Jahre … mehr