Allianz
- Thorsten Küfner - Redakteur

Allianz und Munich Re: Aktien jetzt zu hoch bewertet?

In einem sehr freundlichen Marktumfeld können auch die Aktienkurse von Allianz und Munich Re zulegen. Nach Ansicht der Experten des Das US-Analysehauses Bernstein Research sind die beiden Papiere der Münchner Versicherungsriesen jedoch mittlerweile überbewertet. Sollten Anleger jetzt verkaufen?

So hat Bernstein-Analyst Thomas Seidl die Aktie der Allianz mit "Market-Perform" eingestuft und das Kursziel auf 144 Euro beziffert. Auch die Munich Re wird mit "Market-Perform". Das Kursziel liegt mit 163 Euro ebenfalls deutlich unter dem aktuellen Kursniveau. Seidl verweist in seiner jüngsten Branchenstudie darauf, dass mit jährlichen Wachstumsraten von mehr als 30 Prozent Cyber-Versicherungen eines der wenigen wachstumsstarken Subsegmente im Sach- und Unfallgeschäft seien. Dieser Markt werde von derzeit zwei Milliarden US-Dollar bis 2020 auf ein weltweites Volumen von zehn Milliarden Dollar steigen. Für die großen Versicherer wie die Allianz oder die Munich-Re-Tochter Ergo bleibe die Absicherung von Schäden durch Internetkriminalität und Hackerangriffe aber ein Nischenmarkt.

Beide Aktien bleiben attraktiv

DER AKTIONÄR bleibt hingegen für die Aktien der Allianz und der Munich Re weiterhin zuversichtlich gestimmt und rät weiterhin zum Kauf. Die beiden Versicherer zählen zu den (letzten) Schnäppchen im DAX und locken darüber hinaus mit satten Dividendenrenditen von mehr als vier Prozent. Der Stoppkurs sollte dennoch zur Gewinnsicherung bei der Allianz auf 137 und bei der Munich Re auf 159 Euro nachgezogen werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Allianz: THE Sky is the limit!

Im Geschäftsbericht zum vergangenen Jahr wagt die Allianz einen Ausblick: Während die Branche als Ganzes 2017 um vier bis fünf Prozent bei den Beitragseinnahmen zulegen soll, rechnet die Allianz selbst nur mit einer Stagnation beim Umsatz. Allerdings gingen die Erlöse 2016 noch zurück. mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Allianz: Digitalisierung trägt erste Früchte

Allianz CEO Oliver Bäte hat nicht nur den ersten Aktienrückkauf in der Unternehmensgeschichte auf den Weg gebracht: Der Vorstandsvorsitzende trimmt den Konzern auch immer mehr auf Digitalisierung. Die deutsche Tochter konnte von dem Trend im vergangenen Jahr besonders profitieren. Fiel der Umsatz … mehr