Allianz
- Andreas Deutsch - Redakteur

Allianz: Schon Schluss

Die seit einiger Zeit schwächelnde Allianz-Tochter Pimco zieht sich wieder aus dem Geschäft mit aktiv verwalteten Aktienfonds zurück. Indes sehen die Experten von Goldman Sachs noch reichlich Potenzial für die Aktie.

Es ist ein schnelles und überraschendes Ende. Und es kostet Virginie Maisonneuve den Job. Die erst im vergangenen Jahr geholte Expertin für Aktienfondsgeschäfte wird Pimco im kommenden Monat wieder verlassen, gab das Unternehmen am späten Donnerstagabend bekannt.

Sie ist derzeit die einzige im zwölfköpfigen Führungsgremium des auf Schuldtitel spezialisierten Vermögensverwalters mit ausgewiesener Aktien-Expertise. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg ist es nicht geplant, die Position neu zu besetzen. Die drei von ihr verwalteten Fonds werden abgewickelt und hatten laut den Kreisen weniger als eine Milliarde Dollar an Kundengeldern eingesammelt. Pimco setzt im Aktienbereich jetzt auf Produkte, die lediglich Indizes nachbilden.

Kaufempfehlung von Goldman Sachs

Unterdessen hat die US-Investmentbank Goldman Sachs die Einstufung für die Allianz-Aktie nach den Zahlen für das erste Quartal auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 175 Euro belassen. Die Resultate hätten die Vorteile der starken Kapitalausstattung und der breiten Gewinnbasis des Versicherers verdeutlicht, schrieb Analyst William Elderkin in einer Studie vom Donnerstag. Die starke Kapitalausstattung und die attraktive Dividendenrendite würden nicht ausreichend gewürdigt.

Kursziel: 175 Euro

DER AKTIONÄR hatte sich einiges vom Einstieg Pimcos ins Aktiengeschäft versprochen. Aber offensichtlich konnte der Bereich die Erwartungen nicht ansatzweise erfüllen. Deswegen ist es gut, dass sich Pimco mit der Sache gar nicht weiter beschäftigt und einen schnellen Schlussstrich zieht. Die Allianz-Aktie reagiert am Freitagmorgen mit einem kleinen Minus auf die Meldung. Trotzdem sieht es ganz danach aus, als ob die Aktie nach dem scharfen kurzfristigen Abwärtstrend derzeit einen Boden ausbildet. DER AKTIONÄR bleibt beim Kursziel 175 Euro. Der Stopp sollte bei 137 Euro gesetzt werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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