Allianz
- Fabian Strebin - Redakteur

Allianz: Pimco-Chef wird ausgetauscht – Aktie vor Ausbruch?

Die Allianz ersetzt den Vorstandsvorsitzenden bei ihrer Tochter Pimco. Emmanuel Roman, bisheriger Chef des Hedgefonds MAN Group, löst Douglas Hodges ab. Was macht die Aktie des Mutterkonzerns Allianz?

Hedgefondsexperte kommt

Bei Pimco lief es zuletzt alles andere als gut. Der Aderlass bei den Kapitaleinlagen der Kunden dauert mittlerweile schon mehr als zwei Jahre an. Alleine der Total Return Funds verlor im April eine Milliarde Dollar. Die Lage beim einstigen Flaggschiff von Pimco belastet auch das Asset-Management-Segment der Allianz. Dort fuhr man im ersten Quartal 2016 einen Gewinn von 463 Millionen Euro ein. Das entspricht fast 17 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Der Versicherungskonzern zieht jetzt die Reißleine und tauscht den Pimco-Chef Douglas Gordon aus. Stattdessen kommt Emmanuel Roman, derzeitiger Vorstandsvorsitzender des britischen Hedgefonds MAN Group, auf den Chefsessel.

Aktienrückkaufprogramm geplant?

Ob der Führungswechsel bei Pimco die Trendwende einläutet, bleibt abzuwarten. Sowohl für die Allianz selbst, als auch ihre Asset-Management-Sparte stellt das anhaltende Niedrigzinsumfeld eine dauerhafte Herausforderung dar. Aufgrund der komfortablen Kapitalisierung kann sich der Mutterkonzern im Gegensatz zu anderen Konkurrenten im derzeitigen Umfeld wacker halten.

Attraktive Übernahmemöglichkeiten auf dem europäischen Markt zu finden, stellt die Allianz dagegen vor Probleme. Nach Aussage von  Finanzvorstand Dieter Wemmer könnte das Unternehmen deshalb am Jahresende eigene Aktien in Höhe von bis zu drei Milliarden Euro zurückkaufen. Voraussetzung ist, dass die Mittel nicht für Übernahmen ausgegeben werden. Derzeit sehe es allerdings nicht danach aus, so Wemmer.

Aussichten weiterhin positiv

Die Aktie der Allianz profitiert heute vom freundlichen Gesamtmarkt. So liegt das Papier am frühen Nachmittag mit einem Prozent im Plus. Mittlerweile wurde die Marke von 126,55 Euro wieder zurückerobert. Wichtig ist jetzt, dass die Kursmarke hält. Dann sind schnelle Anschlussgewinne möglich. Mit einer Dividendenrendite von aktuell 5,8 Prozent und einem KGV von 9 ist die Allianz fundamental günstig bewertet. Die Hoffnung auf ein Aktienrückkaufprogramm Ende des Jahres verleiht weiteren Schub. Investierte Anleger bleiben dabei, mutige Neueinsteiger greifen zu.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Allianz kauft zu: Sonderdividende trotzdem möglich

Die Allianz-Tochter Global Investors (GI) will die US-Investment-Firma Sound Harbor Partners übernehmen, wie die Börsen-Zeitung berichtet. Das Unternehmen ist im Bereich Privatfinanzierungen tätig und wird GI den Weg in den amerikanischen Markt ebnen. Spätestens im März 2017 soll die Integration … mehr
| Fabian Strebin | 0 Kommentare

Allianz: Hier weht frischer Wind

Laut Reuters steht die Allianz kurz vor dem Kauf eines 300 Millionen Euro schweren Windpark-Portfolios. Schon länger versucht der Versicherungsriese durch Investitionen in Alternative Anlagen Rendite zu erwirtschaften. Mit Erfolg. Im konkreten Fall geht es um Windparks des Betreibers PNE Wind, an … mehr