Allianz
- Werner Sperber - Redakteur

Allianz: Ein Nifty Fifty, I; Börsenwelt Presseschau I

Die Experten des Aktionärsbriefes erinnern an den "Anlagenotstand" der in den 1960er Jahren am US-Anleihenmarkt geherrscht hat. Aufgrund dieses "Notstandes" kauften die Anleger Aktien und zwar vor allem solche mit bester Bilanzqualität, solidem Wachstum und hohen Dividenden. Die Investoren bezahlten schließlich für solche Unternehmen Kurs-Gewinn-Vielfache von 40 bis 50. Damals entstand der Begriff "Nifty Fifty", welcher nun erneut die nächsten ein bis zwei Jahre prägen wird. Heute argumentieren immer mehr Fondsmanager, ein KGV von 20 bis 25 für derartige Konzerne sei aufgrund der Alternativlosigkeit nicht zu hoch. Der Schluss aus diesen Vorgängen ist: Anleger sollten sich auf Qualität und Dividende konzentrieren und europäische Aktien übergewichten.
Die Allianz SE gehört aufgrund der Dividendenkontinuität und der Bewertung zu diesen neuen "Nifty Fifty". Die Dividendenrendite beträgt fast 4,5 Prozent und das KGV für das laufende Jahr 2015 liegt bei 10. Der Versicherungs- und Vermögensverwaltungskonzern hat den Geldabfluss aus der Vermögensverwaltung längst verkraftet. Nachdem der Vorstand angekündigt hat, die Ausschüttungsquote deutlich zu erhöhen, dürfte der Aufwärtstrend der Notierung anhalten. Wenn die Investoren im nächsten Jahr ein KGV von 15 bezahlen, beträgt das Kursziel 211 Euro.

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| Fabian Strebin | 0 Kommentare

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