Allianz
- Thorsten Küfner - Redakteur

Allianz: Der Euro-Schwäche sei dank!

Gute Geschäfte mit einigen Vorsorgeprodukten, hohe Erträge aus Kapitalanlagen und der schwache Euro haben der Allianz in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres erheblich geholfen. So befeuerten Währungsgewinne und die Kursgewinne bei Anleihen und Aktien das Ergebnis aus den Kapitalanlagen des DAX-Konzerns.

Die erfolgreiche Nutzung von Marktchancen habe das Investmentergebnis zum wesentlichen Faktor für den Anstieg im operativen Ergebnis der Sparte Lebens- und Krankenversicherungen gemacht. Der Bereich war im ersten Jahresabschnitt der einzige, der ein höheres operatives Ergebnis als im Vorjahr ausweisen konnte. Er stieg um ein Viertel auf 1,1 Milliarden Euro. In der größten Sparte - dem Geschäft mit Schaden- und Unfallversicherungen - ging der operative Gewinn wegen der höheren Belastung aus Großschäden um 14 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro zurück. Auch in der Vermögensverwaltung sank das operative Ergebnis. Hier belasteten vor allem die Probleme der US-Tochter Pimco.

Gewinnanstieg um elf Prozent
Wie bereits seit vergangener Woche bekannt, stieg der operative Gewinn konzernweit um knapp fünf Prozent auf 2,86 Milliarden Euro. 2015 soll das operative Ergebnis zwischen 10,0 bis 10,8 (2014: 10,4) Milliarden Euro liegen. Unter dem Strich verdiente die Allianz im ersten Quartal mit 1,94 Milliarden elf Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um 11,2 Prozent auf 37,8 Milliarden Euro. Die Allianz hatte bereits vergangenen Mittwoch die Eckdaten vorgelegt und die Prognose bestätigt.

DAX-Titel bleibt attraktiv
Die heute vorgelegten detaillierten Zahlen für das Auftaktquartal dürften für keine größeren Kursausschläge sorgen. DER AKTIONÖR bleibt für die günstig bewerteten Qualitätstitel positiv gestimmt und rät zum Kauf. Der Stoppkurs sollte bei 137 Euro belassen werden.
(Mit Material von dpa-AFX)

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