Alibaba
- Jonas Groß - Volontär

Alibaba: Keine Angst vor Amazon, Google und Microsoft

Der chinesische Online-Riese Alibaba hat in den nächsten Jahren Einiges vor. Nachdem Alibaba letzte Woche den Einstieg in Soziale Netzwerke ankündigte, will sich das Internet-Unternehmen nun auch im internationalen Geschäft mit Cloud-Diensten etablieren. Als erster Schritt sei ein Rechenzentrum in Kalifornien eröffnet worden, sagte Alibaba-Manager Ethan Yu der Deutschen Presse-Agentur auf der IT-Messe CeBIT in Hannover. „Wir werden uns jeden Markt anschauen, in dem es eine Kunden-Nachfrage gibt." Entsprechend schloss er auch einen Markteintritt in Europa nicht aus. Bei Cloud-Diensten werden Daten und Software direkt aus dem Netz bereitgestellt.

Sicherheit oberste Priorität

„Alle Daten werden automatisch verschlüsselt", versicherte der Alibaba-Manager. „Wir haben ein großes Interesse an der Datensicherheit unserer Kunden." Das internationale Cloud-Geschäft solle in einem Rechtsraum außerhalb Chinas angesiedelt und nach dortigem Recht verwaltet werden. Derzeit liefen Verhandlungen darüber.

Keine Angst vor Konkurrenz

Alibaba habe keine Angst vor dem Wettbewerb mit heutigen Platzhirschen wie Amazon, Google oder Microsoft, sagte Yu. „Der Markt für Cloud-Dienste boomt, also gibt es Platz für viele Player." Viele Kunden wollten Cloud-Anbieter, die ihnen weltweit einen Service bieten können - also auch in China.

 

Kein gutes Chartbild

Alibaba hat ehrgeizige Pläne für die nächsten Jahre. Langfristig ist die Alibaba-Aktie ein interessantes Papier. Charttechnisch hat sich die Lage allerdings eingetrübt. Der Aktienkurs sank vom Allzeithoch im November bis heute um 20 Prozent. Außerdem ist das Internet-Unternehmen ist mit einem 2015er-KGV von 45 teuer bewertet. Momentan rät DER AKTIONÄR abzuwarten.

(mit Material von dpa-AFX)

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