RWE
- Werner Sperber - Redakteur

Aktien-Profis: RWE, zwischen Frankfurt/Main und London hin und her gerissen

Die Fachleute der Platow Börse verweisen auf Gerüchte, wonach die Europäische Zentralbank (EZB) mit den jüngst begonnenen Käufen von Unternehmens-Anleihen die zu verzinsenden Papiere von Versorgungsbetrieben wie RWE bevorzugt. Die EZB soll demnach bereits erste Anleihen von RWE und anderen gekauft haben. Der Aktienkurs von RWE stieg aufgrund dieser Gerüchte, denn wenn die wahr wären, könnte der Konzern leicht neue Anleihen begeben, was wiederum die Finanzierung des Konzernumbaus erleichtern würde.

Auf die EZB-Gerüchte folgen allerdings die Brexit-Ängste, also die Angst vor einem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Deswegen scheiterte die Notierung von RWE an der seit Oktober vergangenen Jahres gültigen waagerechten Hürde bei 14 Euro. Seit damals pendelt der Kurs zwischen zehn und 14 Euro. Die Fachleute der Platow Börse erklären, diese enge Spanne belege, die Notierung habe einen Boden gefunden und die Anleger würden mit der Aufspaltung des Unternehmens einverstanden sein. Fundamental bleibt die mit einem KGV von 13 für das laufende Jahr bewertete Aktie kaufenswert. Anleger sollten die Anteile, die eine Dividendenrendite von 3,1 Prozent bieten mit einem Stoppkurs bei 9,10 Euro kaufen.

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