Aixtron
- Michael Schröder - Redakteur

Aixtron mit Zahlen: 2018 deutlich besser, aber der Ausblick ...

Ähnlich wie schon einige andere Branchenvertreter dämpft Aixtron nach einem richtig starken Jahr 2018 die Erwartungen. Beim Umsatz erwartet der Spezialanlagenbauer im laufenden Jahr höchstens eine leichte Steigerung. Das operative Ergebnis dürfte sogar sinken. Ob die aktuelle Investitionszurückhaltung der Kunden im zweiten Halbjahr weicht und es zu einer Belebung des Geschäfts kommt, ist noch nicht abzusehen. Zweistellige Kurse sind damit zunächst vom Tisch.

"2018 war ein hervorragendes Geschäftsjahr für Aixtron", sagte Vorstand Bernd Schulte. Der Umsatz legte um 17 Prozent auf 269 Millionen Euro zu. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) zog auf 41,5 Millionen Euro an - das war fast das Neunfache des 2017er-Werts. Damit schloss Aixtron das Jahr deutlich besser ab, als der Vorstand zuletzt in Aussicht gestellt und DER AKTIONÄR erwartet hatte.

 Umsatz
in Mio. €
EBIT
in Mio. €
Gewinn je Aktie
in €
2017 230,4 4,9 0,06
2018e 262,0 36,0 0,33
2019e
290,0 45,5 0,35

Jetzt kommt das große ABER: "Wir blicken jedoch vorsichtiger in das Jahr 2019, da wir aktuell in der Optoelektronik eine gewisse Investitionszurückhaltung auf Seiten unserer Kunden spüren“, so der Firmenlenker. Für das laufende Geschäftsjahr 2019 erwartet das Unternehmen daher eine insgesamt stabile bis leicht wachsende Umsatzentwicklung im Vergleich zu 2018. Das erste Halbjahr dürfte von einer schwächeren Nachfrage geprägt sein. Die weitere Entwicklung im zweiten Halbjahr 2019 ist schwer vorauszusehen. „Beides ist zudem beeinflusst von der momentan vorherrschenden kritischen Sicht auf die Entwicklung der Weltwirtschaft, insbesondere aufgrund globaler Handelskonflikte und politischer Unsicherheiten“, heißt es aus der Firmenzentrale.

In Zahlen ausgedrückt rechnet Aixtron 2019 mit einem Umsatz zwischen 260 Millionen Euro und 290 Millionen Euro bei einer Marge auf Basis des Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen acht und 13 Prozent. Auf Basis dieser Prognose dürfte das EBIT als zwischen rund 21 und 38 Millionen Euro liegen – und damit deutlich unter den Erwartungen (siehe oben).

Der Ausblick fällt damit insgesamt recht verhalten aus. Die Aktie dürfte wieder unter die 9-Euro-Marke zurückfallen und der enge Stopp greifen. Was bleibt, ist die Hoffnung auf eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte. Neue AKTIONÄR-Schätzungen für das laufenden Jahr gibt es in Kürze.

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