Aixtron
- Maximilian Völkl

Aixtron-Aktie: Die Entscheidung naht

Im freundlichen Marktumfeld zählte die Aktie von Aixtron in den vergangenen Tagen zu den stärksten Werten im TecDAX. Am Freitag verliert der Spezialmaschinenhersteller nach starkem  Handelsstart aber deutlich. Im Fokus stehen die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2015, die am kommenden Dienstag, den 23. Februar, präsentiert werden. Erst dann wird sich entscheiden, ob die jüngste Erholung mehr als ein Strohfeuer war.

Die Vorzeichen für die Zahlen stehen nicht besonders gut. Im Dezember hat der chinesische Großkunde San’an einen Auftrag für neue LED-Produktionsanlagen zusammengestrichen. Hintergrund war, dass Aixtron die spezifischen Qualitätsanforderungen trotz beidseitiger Anstrengungen nicht erfüllen konnte. Das Problem: Kunden könnten dies zunehmend zum Anlass nehmen, beim Marktführer Veeco Instruments einzukaufen. So droht Aixtron ein deutlich reduzierter Marktanteil im LED-Geschäft. Negativ könnte sich auch die hohe Abhängigkeit von der Nachfrage aus Asien und insbesondere China auswirken.

Im Januar hat zuletzt bereits der Wettbewerber ASML ein rückläufiges Halbleiter-Geschäft vermeldet. Für Aixtron erwarten Marktbeobachter für das vierte Quartal einen Umsatz von 56,0 Millionen Euro. Im Gesamtjahr sollen Erlöse in Höhe von 191,7 Millionen Euro erzielt werden. In seiner gekürzten Prognose rechnet der Konzern derzeit mit einer Spanne zwischen 190 und 200 Millionen Euro. Im zweiten Halbjahr soll zudem ein ausgeglichenes EBITDA erzielt werden.

An der Seitenlinie bleiben

Die Talfahrt von Aixtron hat sich seit Dezember noch einmal verschärft. Trotz der leichten Erholung in dieser Woche bleibt die Aktie sehr risikoreich. Nach dem gestrichenen Großauftrag ist auch vor den Zahlen Vorsicht angesagt. Anleger sollten nicht in das fallende Messer greifen und an der Seitenlinie bleiben.

(Mit Material von dpa-AFX)

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