Aixtron
- Nikolas Kessler - Volontär

Aixtron: Das sagen die Analysten zum Überraschungs-Quartal

Überraschend positive Q3-Zahlen beflügeln die Aktie des kriselnden Spezialmaschinenbauers Aixtron. Mit deutlichen Kursgewinnen führt das Papier den TecDAX am Dienstag an. Von den Analysten kommen überwiegend positive Reaktionen.

Besonders bullish bleibt das Bankhaus Lampe. Analyst Karsten Iltgen bestätigte seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 10,00 Euro. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau entspricht dies einem Potential von mehr als 75 Prozent. Der Anlagenbauer habe die Gewinnschwelle früher als gedacht erreicht, schrieb der Experte zur Begründung.

Auch die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung auf „Kaufen“ mit fairem Wert 7,50 Euro belassen. Die Ergebniskennziffern hätten positiv überrascht, im kommenden Jahr dürfte der LED-Industrieausrüster dann deutlich stärker wachsen und profitabler werden, so Analyst Tim Wunderlich.

Auch die Analysten von Commerzbank und DZ Bank haben ihre „Buy“-Ratings mit Kurszielen von 6,50 Euro beziehungsweise 6,00 Euro bestätigt.

Wehrmutstropfen: Schwacher Auftragseingang

Beinahe alle Experten bemängelten in ihren Kommentaren den enttäuschenden Auftragseingang bei Aixtron. Dieser war im dritten Quartal mit minus neun Prozent schwächer ausgefallen als erwartet.

Adrian Pehl von der Investmentbank Equinet hat seine Einstufung deshalb auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 5,00 Euro belassen. Mit Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnung sei das Quartal etwas besser als erwartet ausgefallen. Doch Pehl bezweifelt, dass die Höhe der Bruttomargen nachhaltig ist.

Auch das Analysehaus Warburg Research, die Privatbank Berenberg und die Baader Bank haben ihre Halteempfehlungen nach den Zahlen bestätigt.

 

An der Seitenlinie

Die Aixtron-Aktie notiert dank der positiven Nachrichten deutlich im Plus. Zwischenzeitlich ist die mit einem Aufschlag von mehr als sieben Prozent an die TecDAX-Spitze geklettert. Auch wenn kurzfristig Kurse im Bereich von sechs Euro möglich sind, für eine nachhaltige Erholung dürfte es vorerst nicht reichen. Anleger sollten vorerst an der Seitenlinie bleiben.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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