Airbus
- Martin Mrowka - Redakteur

Airbus: JPMorgan hebt Kursziel deutlich an

Die Analysten in den Finanzhäusern sind seit langem schon optimistisch für die Airbus-Aktie. Doch nun setzt JPMorgan ein neues Kursziel – und legt die Latte dabei höher als alle anderen.

David Perry hat in einer neuen Branchenstudie sein Kursziel für Airbus auf 133 Euro angehoben und die Einstufung auf „Overweight“ bestätigt. Erst Ende April hatte er das Ziel auf 122 Euro heraufgesetzt. Zudem führt er Airbus nun auf der „Analyst Focus List“. Eine Begründung für den Optimismus des Analysten: Airbus könnte als europäischer Anbieter von einem Handelskrieg zwischen China und den USA profitieren. Der große Konkurrent Boeing würde hingegen wohl überdurchschnittlich unter Strafzöllen leiden. Allerdings befürchtet Perry schwache Halbjahreszahlen, nachdem Airbus mit Lieferverzögerungen aufgrund von Triebwerksproblemen zu kämpfen hatte.

Neue Langstrecken-Versionen in der Pipeline

Derweil hat Airbus-Verkaufs-Chef Eric Schulz die Überlegungen zu einer Super-Langstrecken-Version des Mittelstrecken-Jets A321neo im Grundsatz bestätigt. Der Flugzeugbauer könne die aktuelle A321LR (Long Range) bis 2020 verbessern, sagte der Manager in Paris.

Der Chef von Boeing Jetliner, Ihssane Mounir, zeigte sich vorgestern zuversichtlich, dass Boeing bis zum Jahr 2025 einen neuen Mittelklassen-Flieger in Dienst stellen könne. Konkret wurde er nicht. Laut Reuters wolle sich Boeing für die Entscheidung Zeit lassen, keinen „Schnellschuss“ abliefern. Der Flugzeugbauer denkt bei seinem neuen Hybrid-Jet laut Bloomberg über Strecken von 5000 nautischen Meilen und Platz für 220 bis 270 Passagiere nach. Die A321LR von Airbus kann bisher Strecken von bis zu 4000 nautischen Meilen (rund 7400 Kilometer) zurücklegen.

Mounir bezweifelte, dass Airbus die A321neo-Version erfolgreich ausbauen könne. Er sagte, der Flieger würde nicht die gleiche Reichweite abdecken oder nicht so wirtschaftlich arbeiten wie der geplante Boeing-Jet.

Airbus warnt vor hartem Brexit

Derweil stellt sich Airbus für den Fall eines „harten“ Brexit auf dramatische Konsequenzen ein. Sollte Premierministerin Theresa May keinen Deal mit der EU aushandeln, müsse der europäische Luftfahrtkonzern seine langfristige Präsenz im Königreich überprüfen. Alle 25 Standorte in Großbritannien ständen dann zur Disposition. Im Falle dieser „Katastrophe“ wäre Airbus gezwungen, seine Investitionen und seinen langfristigen Auftritt im Land zu überdenken. May verhandelt derzeit mit der Europäischen Union über die Konditionen des Ausstiegs.

Die Airbus-Aktie rutschte seit dem neuen Allzeithoch bei gut 106 Euro vor einer Woche in den vergangenen Tagen leicht ab, konnte sich heute jedoch wieder auf 100 Euro berappeln. Der Aufwärtstrend ist intakt, engagierte Anleger lassen ihre Gewinne laufen.

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