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- Nikolas Kessler - Redakteur

Kursrutsch bei Adyen: Was ist da los?

Die Aktie des niederländischen Zahlungsabwicklers Adyen ist am Donnerstag stark unter Druck und bricht in der Spitze um mehr als 15 Prozent ein. Erst am Vortag hatte sie bei 759,60 Euro ein neues Allzeithoch markiert. Das steckt hinter dem plötzlichen Kursrutsch.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldet, nutzen frühe Investoren den Ablauf einer Lock-up-Frist, um Kasse zu machen. Exakt drei Monate nach dem Börsengang haben namentlich nicht genannte Anteilseigner insgesamt 2,46 Millionen Adyen-Aktien zu einem Preis von je 670 Euro an institutionelle Anleger verkauft. Dies entspricht fast zehn Prozent der ausstehenden Papiere.

Obwohl der Verkaufspreis rund neun Prozent unter dem Schlusskurs vom Mittwoch liegt, klingelt bei den Verkäufern die Kasse: Ihnen fließen durch den Verkauf rund 1,65 Milliarden Euro zu. Ihre Geduld zahlt sich damit aus, denn bei einem Verkauf im Zuge des Börsengangs Mitte Juni hätten sie für die 2,46 Millionen Papiere „nur“ rund 590 Millionen Euro kassiert. Ausgehend von einem Emissionspreis von 240 Euro hat sich der Kurs im Hoch zeitweise mehr als verdreifacht. 

Stopp beachten!

Erst gestern hatte DER AKTIONÄR die starke Performance des Börsenneulings gelobt, gleichzeitig jedoch vor der wachsenden Gefahr durch Gewinnmitnahmen gewarnt und den Stoppkurs auf 580 Euro nachgezogen. Falls dies der Auftakt einer größeren Konsolidierung ist, sollten investierte Anleger auf diesem Niveau ebenfalls Kasse machen und die Position glattstellen.

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    Ein schönes Beispiel, wie man die kleinen Anleger ausnimmt!

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