Adidas
- Maximilian Völkl

Adidas-Aktie: Weltmeister auf Talfahrt, noch...

Seit Jahresbeginn zählt Adidas zu den schwächsten Werten im DAX. Obwohl die Fußball-Weltmeisterschaft aus Sicht des Sportartikelherstellers positiv ausging, nimmt die Aktie weiterhin keine Fahrt auf. Die HSBC hat ihr Kurzsiel dementsprechend gesenkt.

Analyst Erwan Rambourg hat das Kursziel für Adidas von 85 auf 78 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Die Fußball-Weltmeisterschaft habe den Umsatz des Sportartikelherstellers im zweiten Quartal wohl nicht so stark beflügelt wie ursprünglich von ihm angenommen. Auch wegen der durch das Turnier verursachten zusätzlichen Kosten hätten die Margen laut Rambourg unter Druck gestanden. Es bestehe deshalb die Gefahr, dass das Unternehmen seine Umsatz- und Margenziele in diesem Jahr nicht erreiche.

Starkes Fußball-Geschäft

Achtet man bei der Adidas-Aktie derzeit nur auf den Kursverlauf, so kann der Titel die Anleger tatsächlich nicht begeistern. Doch zu Beginn des zweiten Halbjahres lohnt sich ein genauerer Blick auf den Herzogenauracher Konzern. Mit dem Erfolg der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien, den neuen Rekordzahlen beim Absatz des WM-Balls Brazuca oder auch dem neuen langfristigem Millionen-Deal mit dem Premier-League-Giganten Manchester United sorgt vor allem das Fußball-Geschäft für Freude bei Konzern-Chef Herbert Hainer. Diese positive Entwicklung sollte sich in Kürze auch in den Zahlen widerspiegeln. Dann dürfte auch die Talfahrt der Aktie ein Ende finden.

Vor der Aufholjagd

Das Traumfinale der zwei Adidas-Mannschaften Deutschland und Argentinien soll als Symbol für das zweite Halbjahr stehen. Nachdem der US-Konkurrent Nike bereits bei der WM geschlagen wurde, soll nun auch die massive Unterbewertung im Branchenvergleich der Geschichte angehören. Die Arbeit Hainers dürfte in Verbindung mit dem WM-Geschäft bald die Trendwende einleiten. Adidas hat das Potenzial für eine starke Comeback-Story. Das Kursziel lautet 92 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX)

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| Andreas Deutsch | 0 Kommentare

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