Adidas
- Marion Schlegel - Redakteurin

Adidas-Aktie bricht ein – was ist da los?

Adidas-Aktien sind an ihrem Investorentag am Mittwochmittag unter Verkaufsdruck geraten. Zuletzt rutschten die Papiere des DAX-Favoriten des laufenden Jahres um 2,5 Prozent ab. Ein Börsianer sieht den Grund vor allem in den Hinweisen des Managements auf steigenden Kostendruck 2016. Auf dem hohen Niveau würden vor einer genaueren Prüfung der Aussagen nun zunächst einmal Gewinne mitgenommen, sagte er. Die Adidas-Aktie konnte 2015 um mehr als die Hälfte zulegen. Am Mittwochnachmittag verliert das Papier nun mehr als zwei Prozent auf zuletzt 88,88 Euro.

Neues Rekordjahr im Fußball

Dabei erklärte der der Sportartikelhersteller, er peile 2016 ein neues Rekordjahr im Fußball an. Bereits im laufenden Jahr werde Adidas trotz fehlender großer Turniere einen ähnlich hohen Umsatz im Fußballgeschäft erreichen wie im Jahr der Weltmeisterschaft 2014, sagte Vorstandschef Herbert Hainer am Mittwoch in Herzogenaurach. "2016 werde wir noch einen drauf setzen und zweistellig wachsen." 2014 hatte der Konzern 2,1 Milliarden Euro mit dem Verkauf von Bällen, Fußball-Trikots oder -Schuhen erlöst.

Optimistisch stimmt den Unternehmenschef, dass der Konzern bei der Europameisterschaft in Frankreich zehn von Adidas ausgerüstete Teams im Rennen um die Fußballkrone hat. Die Franken sind zudem Hauptsponsor des Turniers und stellen als solcher unter anderem den Spielball.

Impulse erwartet der Konzernchef auch von den ebenfalls 2016 anstehenden Olympischen Spielen. Allerdings werden diese laut Hainer kommerziell weniger stark zu Buche schlagen. Hier gehe es mehr darum, die Marke ins rechte Licht zu rücken. Insgesamt sollen Umsatz und Ergebnis 2016 jeweils im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen.

Wichtiger Widerstand

Mit dem jüngsten Kursrückgang hat sich das charttechnisch extrem starke Bild nun etwas eingetrübt. Ein neues Kaufsignal würde erst der Sprung über die Marke von 94 Euro bringen.

(Mit Material von dpa-AFX)


Gewinner des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises 2015!

The Second Machine Age

Autor: McAfee A./Brynjolfsson, E.
ISBN: 9783864702112
Seiten: 368
Erscheinungsdatum: 01.10.2014
Verlag: Plassen Verlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: Artikel als Buch und eBook verfügbar

Weitere Informationen, Bestellmöglichkeiten und eine Leseprobe zum Buch finden Sie hier

Computer sind mittlerweile so intelligent geworden, dass die nächste industrielle Revolution unmittelbar bevorsteht. Wer profitiert, wer verliert? Antworten auf diese Fragen bietet das neue Buch der Technologie-Profis Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee. Seit Jahren arbeiten wir mit Computern – und Computer für uns. Mittlerweile sind die Maschinen so intelligent geworden, dass sie zu Leistungen fähig sind, die vor Kurzem noch undenkbar waren: Sie fahren Auto, sie schreiben eigene Texte – und sie besiegen Großmeister im Schach. Dieser Entwicklungssprung ist nur der Anfang. In ihrem neuen Buch zeigen zwei renommierte Professoren, welch atemberaubende Entwicklungen uns noch bevorstehen: Die zweite industrielle Revolution kommt! Welche Auswirkungen wird das haben? Welche Chancen winken, welche Risiken drohen? Was geschieht dabei mit den Menschen, was mit der Umwelt? Und was werden Gesellschaft und Politik tun, um die Auswirkungen dieser „neuen digitalen Intelligenz“ für alle bestmöglich zu gestalten? Dieses Buch nimmt Sie mit auf eine Reise in eine Zukunft, die schon längst begonnen hat.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Marcel Strutzke -
    Kann mich Joachim auch nur anschließen. Das ist ein kleiner Kursrücksetzer, aber kein Einbruch. Meiner Meinung nach drüfte man so langfristig keine Leser binden können.
  • -
    ...das sehe Ich ähnlich wie der Joachim!
  • Joachim Recktenwald -
    Adidas Aktie bricht ein. Dieser Sensations Journalismus ist nicht mehr normal. Was bitte ist denn bei diesem Kursanstieg in diesem Jahr ein Kursrückgang von 2-2,5%.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Andreas Deutsch | 0 Kommentare

Adidas: Eiskalte Rache

Amer Sports aus Finnland will den etablierten Sportartikelhersteller ans Leder. Dabei spielt ausgerechnet ein alter Bekannter eine wichtige Rolle: die ehemalige Adidas-Tochter Salomon. mehr