Adidas
- Maximilian Völkl

Adidas: Es gibt keine China-Krise

Herbert Hainer Adidas Vorstandsvorsitzender von Adidas

Im schwachen Gesamtmarkt ist die Adidas-Aktie zuletzt deutlich unter Druck geraten. Inzwischen geht der Blick der Anleger jedoch wieder nach oben. Gelingt der Sprung über den Widerstand bei der ehemaligen Unterstützung bei 67 Euro, rückt die 70-Euro-Marke schnell wieder ins Visier. Konzernchef Herbert Hainer gibt sich zuversichtlich, vor allem die Krise in China ordnet er ein.

„Wir spüren in China nichts von einer Krise, Bremsspuren können wir nicht erkennen", sagte Hainer der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In den vergangenen Jahren hat der chinesische Markt für den Sportartikelhersteller deutlich an Bedeutung gewonnen. Mit einem Umsatzanteil von mehr als 14 Prozent im ersten Halbjahr ist China ein wichtiger Wachstumsmotor des DAX-Konzerns. In den Kernmärkten Westeuropa und Nordamerika leidet Adidas trotz der guten Wirtschaftslage seit einiger Zeit unter fehlender Dynamik.

„Mit dem zunehmenden Wohlstand wird Sport für die Chinesen immer mehr zu einem Gesundheitsthema", sagte der Vorstandschef. „Das wird nun auch von der Regierung stark gefördert und unterstützt.“ Der chinesische Markt sei riesengroß und habe noch enormes Potential. Das Geschäft von Adidas werde in China weiter wachsen, sagte Hainer. Zur Euphorie beitragen soll auch die im Moment stattfindende Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Peking.

Kein Neueinstieg

Adidas hat das Seuchenjahr 2014 zwar überwunden. Dennoch hat der Konzern weiterhin mit Problemen zu kämpfen. Europas größter Sportartikelhersteller hat den Anschluss an Nike zuletzt verloren. Ein Neueinstieg bietet sich deshalb im Moment nicht an.

(Mit Material von dpa-AFX)


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| Andreas Deutsch | 0 Kommentare

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