RWE
- Maximilian Völkl

Absturz der RWE-Aktie: Das nächste Fiasko

Die Krise bei RWE hat sich erneut verschärft. Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern hat im ersten Halbjahr einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Trotz des freundlichen Marktumfelds ist die Aktie entsprechend stark unter Druck geraten. Wieder einmal tragen die RWE-Papiere die rote Laterne im DAX.

Im Vergleich zum Vorjahr sackte der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn bei RWE im ersten Halbjahr um fast 28 Prozent auf 543 Millionen Euro ab. Damit war der Rückgang noch stärker als von Analysten ohnehin erwartet. Im zweiten Quartal kam sogar ein Verlust zustande. Neben einer höheren Steuerlast drückten vor allem der anhaltende Verfall der Strompreise im Großhandel und Probleme in Großbritannien auf das Ergebnis.

Der Umsatz blieb im ersten Halbjahr trotz der gesunkenen Preise stabil bei 25,1 Milliarden Euro. Vor allem der gestiegene Gasabsatz wirkte sich hier positiv aus. Das betriebliche Ergebnis ging jedoch um elf Prozent auf gut zwei Milliarden Euro zurück. Dass der Überschuss unter dem Strich um 70 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro stieg, lag fast allein am Sonderertrag aus dem milliardenschweren Verkauf der Öl- und Gasfördertochter Dea im ersten Quartal.

Prognose bestätigt

Trotz der zunehmenden Probleme im Tagesgeschäft hielt Vorstandschef Peter Terium an seinen Prognosen für das Gesamtjahr fest. Das bereinigte Nettoergebnis soll weiter bei 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro landen, 2014 waren es noch 2,3 Milliarden. In Zukunft will RWE mit einer neuen Konzernstruktur punkten. Am Montag billigte der Aufsichtsrat Pläne für einen tiefgreifenden Umbau.

Finger weg

Konzernchef Terium betonte selbst, dass eine Aufspaltung nach E.on-Vorbild mit kaum absehbaren Risiken verbunden wäre. Ob die neuen Maßnahmen der Konzernführung von Erfolg getragen sind, wird sich erst in Zukunft zeigen. Anleger meiden die angeschlagene Aktie und greifen nicht in das fallende Messer.

(Mit Material von dpa-AFX)


Der Wirtschaftsnobelpreisträger Harry Markowitz bringt Klarheit in das Thema "moderne Portfoliotheorie"

Risiko-Ertrags-Analyse

Autor: Markowitz, Harry M./Blay, Kenneth A.
ISBN: 9783864701795
Seiten: 224
Erscheinungsdatum: 04.04.2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit: als Buch und eBook verfügbar

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Die moderne Portfoliotheorie (MPT) bildet seit über 60 Jahren das Fundament der Finanzanlage. Sie strebt die optimale Zusammenstellung eines Portfolios unter Berücksichtigung des Risikos, des Ertrags und der Anlegerpräferenz an. Im Zuge der Finanzkrise geriet die Theorie unter Beschuss. „Risiko-Ertrags-Analyse“ ist Markowitz’ Antwort auf diese Kritik. Sie soll die „Große Verwirrung“ beseitigen, die seiner Ansicht nach über die Reichweite und die Bedeutung der MPT besteht.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Top-Gewinner RWE: Neuer Schwung dank Trump?

Im schwachen Marktumfeld führt RWE den DAX am Montag an. Defensive Aktien wie die Versorger oder auch Vonovia und Fresenius profitieren von der zunehmenden Unsicherheit an den Märkten vor der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Donald Trump am Freitag. RWE bekommt zudem Schwung durch eine bullishe … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE-Aktie: Ein weiter Weg

Zu Jahresbeginn pendelt der Kurs der RWE-Aktie weiter um die 12-Euro-Marke. Die Ankündigung, dass der Konzern die Kosten für die Atommüll-Endlagerung auf einen Schlag zahlen will, hat keinen Schwung verliehen. Für die DZ Bank bleibt der Versorger dennoch eine Kaufempfehlung. mehr