DAX
- Andreas Deutsch - Redakteur

2015: Quo vadis, DAX? Der Ausblick der Profis! (Teil 9)

Ein spannendes Börsenjahr ist zu Ende gegangen. Trotz einiger Krisenherde stieg der deutsche Leitindex DAX zum ersten Mal in seiner Geschichte über die 10.000-Punkte-Marke. Alle Jahre wieder wird zum Jahreswechsel gerätselt: Was bringt das neue Jahr? Wie entwickelt sich der DAX?

„Das günstige Umfeld für Aktien hat nach wie vor Bestand“, meint Manfred Mühlheim, Bereichsleiter Asset Management bei der Südwestbank. „Die extrem niedrigen Zinsen stützen die Aktienkurse und treiben die derzeitige Asset-Inflation weiter voran.“ Für eine Investition in Aktien spricht laut dem Experten unter anderem die für 2015 prognostizierte Dividendenrendite von 2,9 Prozent. „Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 12,3 auf die Gewinnprognosen für 2015 ist der deutsche Leitindex weiterhin attraktiv bewertet“, sagt Mühlheim. Der Profi sieht den DAX zur Jahresmitte bei 10.700 Punkten. „Eine lineare Entwicklung ist allerdings nicht zu erwarten. Anleger sollten daher Kursrückschläge am Aktienmarkt zum Ausbau von Aktienpositionen nutzen.“

„Das Beste kommt noch“

Laut Marc Craquelin, Leiter Asset Management bei der französischen Fondsgesellschaft Financière de l'Echiquier, haben die Märkte die negativen Einflussfaktoren zahlreicher jüngster Ereignisse für die Weltwirtschaft bereits vollständig eingepreist: den Fall des Ölpreises, die Russlandkrise, Unsicherheiten in Griechenland. „Demgegenüber stehen die positiven Effekte, die wir aus einigen jüngsten Entwicklungen, insbesondere dem gesunkenen Ölpreis, erwarten dürfen. Diese wurden bislang noch nicht von den Märkten honoriert und sollten sich in den kommenden Monaten positiv auf die Stimmung auswirken. Das Beste steht uns also noch bevor!“

Guter Januar

Laut einer Umfrage der DAX Bank unter unabhängigen Vermögensverwaltern können sich die Anleger auf einen guten Start ins neue Jahr freuen. Die Mehrheit der Befragten – 54 Prozent – erwartet im Januar steigende Aktienkurse, während nur 15 Prozent von einer negativen und 31 Prozent von einer gleich bleibenden Entwicklung in den kommenden vier Wochen ausgehen. 64 Prozent der Experten halten deutsche Aktien für fair bewertet. Für 29 Prozent sind sie dagegen bereits überbewertet, für nur 7 Prozent unterbewertet.

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