DAX
- Maximilian Völkl

2015: Quo vadis, DAX? Der Ausblick der Profis! (Teil 6)

Ein spannendes Börsenjahr ist zu Ende gegangen. Trotz einiger Krisenherde stieg der deutsche Leitindex DAX zum ersten Mal in seiner Geschichte über die 10.000-Punkte-Marke. Alle Jahre wieder wird zum Jahreswechsel gerätselt: Was bringt das neue Jahr? Wo steht der heimische Leitindex Ende 2015?

DER AKTIONÄR fragte nach bei Hans A. Bernecker. Bei 11.000 Punkten sieht der Herausgeber der Actien-Börse den DAX am Ende des Jahres. „Ich erwarte, dass die Ukraine-Krise bald überwunden wird. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wird daraufhin im kommenden Jahr um 1,2 bis 1,5 Prozent anziehen. Das Wachstum wird getragen sowohl von einer anspruchsvollen Konsum- als auch von einer positiven Exportkonjunktur mit einer wichtigen Stütze: der Abwertung des Euro. Damit setzt sich Deutschland von allen anderen Eurostaaten erneut ab.“

Ein Top Pick für 2015 ist für Bernecker die Allianz, das, wie er es nennt, „interessanteste Trend-Investment“, das Kurspotenzial bis 165 Euro habe plus eine Dividendenrendite von 4,5 Prozent. „Die Allianz bestätigt ihre Sonderstellung. 60 Milliarden Euro Börsenwert stehen 130 Milliarden Euro Umsatz gegenüber. Das EBIT beläuft sich auf elf Milliarden Euro.“

Ebenfalls vielversprechend sei die Deutsche Bank. „Für die offenen Streitfragen gelten die bisherigen Rückstellungen als ausreichend. Wenn die Streitfälle vom Tisch sind, geht es um die Bewertung einer Großbank als deutsche Universal- und internationale Investmentbank. Den aktuellen Börsenwert von 36 Milliarden Euro hält Bernecker für viel zu niedrig. Der angemessene Wert liegt zwischen 70 und 75 Milliarden Euro. „Das wird nicht sofort, aber schrittweise erreicht.“

Der dritte Tipp ist die Deutsche Lufthansa. „Auch die Lufthansa ist mit einem Börsenwert von sechs Milliarden Euro bei 30 Milliarden Umsatz deutlich zu günstig.“

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