Continental
- Michael Schröder - Redakteur

100 Prozent und mehr: Continental-Aktie bleibt im Rallye-Modus

Vor einem Jahr notierte die Continental-Aktie noch bei 90 Euro. Zwölf Monate später kratzt der Kurs bereits an 180-Euro-Marke. Selbst die Verwerfungen durch den Konflikt auf der Halbinsel Krim konnten den Höhenflug nicht wirklich stoppen. Wohin geht die Reise für den DAX-Konzern?

Continental ist einer der führenden Reifenhersteller. Die Niedersachsen sind hinter den Konkurrenten Michelin, Bridgestone und Goodyear die weltweite Nummer 4. Dafür ist der Konzern die Nummer 1 bei hydraulischen Bremssystemen, Fahrerassistenzsystemen, Airbag-Steuergeräten und bei Kraftstoffversorgungssystemen.

Bereits Mitte Januar hat Continental erklärt, seine Ziele für das vergangene Geschäftsjahr 2013 übertroffen zu haben. Der Umsatz des Automobilzulieferer und Reifenherstellers stieg im Vergleich zum Vorjahr von 32,7 auf 33,3 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern kletterte um gut fünf Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Die bereinigte EBIT Marge lag bei 11,2 Prozent. „Unser hoher Einsatz hat sich gelohnt: Wir waren in der Lage, die konjunkturellen Schwächen in Südeuropa und einem Teil der aufstrebenden Märkte mehr als auszugleichen“, erklärt ein zufriedener Vorstandsvorsitzender Dr. Elmar Degenhart. Auch der Ausblick passt: Für das laufende Jahr rechnet der Vorstand mit einem Umsatzwachstum von mehr als fünf Prozent auf rund 35 Milliarden Euro. „Wir wollen dabei unsere zweistellige bereinigte EBIT-Marge sicher bestätigen“, so Degenhart. Das 2014er-KGV liebt bei 12.

Am vergangenen Freitag markierte die Aktie neues Allzeithoch bei 176,50 Euro. Gestern rutschte der Kurs zwar auf 169,75 Euro ab. Obwohl ein Rücksetzer bis auf die Unterstützung bei 166,65 Euro das positive Chartbild nicht eintrüben würde, zieht der Wert bereits heute wieder deutlich an. Trotz der imposanten Rallye trauen 16 von 33 Analysten der Continental-Aktie eine Fortsetzung der positiven Performance zu. 16 empfehlen, die Aktie zu halten. Nur ein Experte rät den Anlegern, die Aktie zu verkaufen.

Halten sich die Auswirkungen der Krim-Krise im Rahmen, dürfte die Aktie schon bald neue Höchstkurse erreichen und die Marke von 180 Euro ins Visier nehmen.

(mit Material von dpa-AFX)

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