DAX
- Andreas Deutsch - Redakteur

"Deswegen steigt der DAX auf 20.000 Punkte"

Volker Schilling, Vermögensverwalter bei Greiff Capital, ist extrem bullish für den Aktienmarkt. Anleger, die Dividendentitel immer noch meiden, machen aus seiner Sicht einen Riesenfehler. Lesen Sie, welche schlagkräftigen Argumente Schilling hat und wie Sie von einer langen Mega-Hausse profitieren können.

DER AKTIONÄR: Herr Schilling, haben Sie Angst vor der Ukraine-Krise?

VOLKER SCHILLING: Natürlich ist es furchtbar, was dort passiert. Aus Anlegersicht aber bin ich entspannt.

Sie glauben also nicht wie viele Ihrer Kollegen, dass eine Eskalation den DAX in die Knie zwingt?

Kurzfristig wird es dann wohl runtergehen. Aber der Markt wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit schnell wieder erholen. So war es in den vergangenen fünf Jahren, die die Hausse mittlerweile andauert, doch immer. Syrien, Libyen, Griechenland – was haben die Anleger Ängste ausgestanden. Trotzdem hat der DAX seit 2009 knapp 100 Prozent zugelegt.

Woran liegt es, dass die Aktienmärkte trotz der Probleme und Unkenrufe so gut laufen?

Es fehlt einfach an Alternativen. Bis vor Kurzem haben ja noch Unternehmensanleihen etwas abgeworfen. Jetzt bringen sie kaum noch Rendite. Solange die Zinsen so weit unten bleiben, sind Aktien das A und O.

Glauben Sie denn, dass die Zinsen unten bleiben? Viele haben da ihre Zweifel.

Ich erwarte, dass die Zinsen in den kommenden Jahren nicht besonders stark steigen werden. Auf jeden Fall nicht so stark, dass es sich lohnt, in Anleihen zu investieren und Aktien zu verkaufen.

Wie weit wird der DAX steigen?

Mit kurzfristigen Prognosen tue ich mich sehr schwer. Langfristig sage ich klipp und klar: Dem DAX stehen wunderbare Jahre bevor. Bis 2020 steigt der Index auf 20.000 Punkte. Natürlich wird es Korrekturen geben und Seitwärtsphasen, die auch mal länger dauern können, aber der langfristige Trend wird eindeutig nach oben gehen.

Was entgegnen Sie denen, die von einer Blase bei Aktien sprechen?

Ich würde zu ihnen sagen: Ich bin froh, dass Sie das sagen. Solange es Skeptiker wie Sie gibt und die Leute auf Sie hören, herrscht an der Börse keine Euphorie. Wenn keiner mehr warnt, ist das Ende der Hausse nah.

Passend zu Schillings Prognose empfiehlt DER AKTIONÄR einen Call-Optionsschein auf den DAX, der von Société Générale aufgelegt worden ist. Das Papier mit der WKN SG4 59V würde sich nahezu versechsfachen, falls der DAX das Kursziel bereits im Dezember 2019 erreicht.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Null Bock! DAX ignoriert gute Vorgaben

Der DAX kann am Donnerstagmorgen die guten Vorgaben aus Asien - der Nikkei sprang zeitweise um mehr als zwei Prozent nach oben - nicht nutzen. Im Gegenteil: Der XDAX notiert im frühen Handel unter dem Xetra-Schluss vom Vortag. Auch die von der OPEC beschlossene Drosselung der Erdölförderung und in … mehr
| DER AKTIONÄR | 0 Kommentare

Das Kaufsignal: Gebert-Indikator springt auf Grün - bei diesen Aktien geht die Rallye weiter +++ Morphosys: Biotech-Perle vor dem Durchbruch +++ Absturz: So geht es jetzt mit dem Goldpreis weiter

Der Gebert-Indikator gehört aufgrund seiner hohen Trefferquote in Backtests und realem Einsatz zu den bekanntesten Gesamtmarkt-Indikatoren in Deutschland. Wer den Signalen, die seit 1996 im Aktionär publiziert werden, gefolgt ist, hat mit einer Performance von insgesamt plus 2072 Prozent den DAX um … mehr
| Thomas Bergmann | 0 Kommentare

Referendum rückt näher - DAX geht tiefer

Die Unsicherheit in Bezug auf das Referendum in Italien am kommenden Wochenende lastet auf dem deutschen Aktienmarkt. Am Montag war deshalb der DAX um mehr als ein Prozent auf 10.582 Punkte gefallen. Am Dienstagmorgen kann sich der deutsche Leitindex immerhin auf diesem Niveau stabilisieren, doch … mehr