27.01.2020 Thorsten Küfner

Lufthansa und TUI unter Beschuss – was ist jetzt zu tun?

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Deutsche Lufthansa

Das Coronavirus breitet sich weiterhin in China aus und sorgt für große Sorgen bei den Investoren weltweit. Besonders stark belastet diese Entwicklung natürlich die Reise- und Fluggesellschaften. In Deutschland leiden etwa auch die Aktienkurse von Lufthansa und der TUI. Wie sollten Anleger jetzt reagieren?

Natürlich sind die Auswirkungen auf das operative Geschäft der beiden Konzerne, die den Löwenanteil ihrer Erträge in Europa generieren, gering – vor allem bei der TUI, die ihre Erträge nahezu ausschließlich mit europäischen Reisenden erzielt. Doch in Zeiten, in denen an der Börse grundsätzlich alle Unternehmen eines bestimmten Sektors praktisch in Sippenhaft genommen werden, hilft dies auch nicht. Die Kurse von TUI und Lufthansa purzeln weiter, wodurch sich die Chartbilder weiter eintrüben.

TUI (WKN: TUAG00)

Die Aktie von TUI ist nun unter den nachgezogenen Stopp bei 9,70 Euro gefallen. Anleger sollten daher nun an die Seitenlinie wechseln – es sei denn sie wollen unbedingt noch die Dividendenzahlung im Februar abwarten. Aufgrund der starken Marktstellung, der mittel- bis langfristig guten Perspektiven und der günstigen Bewertung sollte die Aktie aber weiterhin auf der Watchlist belassen werden. 
 
Auch die Lufthansa-Papiere sind kräftig unter Druck geraten, notieren aber noch oberhalb des empfohlenen Stopps von 13,40 Euro. Sollte dieser erreicht werden, sollten Anleger konsequent eine der wichtigsten Börsenregeln überhaupt beachten: Verluste begrenzen! 

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Lufthansa.