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14.06.2021 Maximilian Völkl

E.on: Das fordert der neue Chef

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E.on

Nach dem steilen Anstieg der E.on-Aktie im März und April konsolidiert der DAX-Titel nun im Bereich der 10-Euro-Marke. Derweil setzt sich unter dem neuen Chef Leonhard Birnbaum der Fokus auf Erneuerbare Energien fort. Er fordert nun in einem Interview staatliche Entlastungen für Grünstrom.

„Wenn wir auf grünen Strom und grünes Gas umsteigen wollen, müssen wir diese Energieträger von Steuern und Abgaben entlasten, damit die Mehrkosten für den Verbraucher im Rahmen bleiben“, sagte Birnbaum der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. „Wenn der Staat die neuen Energieträger und insbesondere Strom nicht entlastet“, sei mit steigenden Preisen zu rechnen. Auch wenn die Erneuerbaren langfristig zwar „extrem wirtschaftlich“ seien, werde der Umbau des deutschen Energiesystems aber zunächst viel Geld kosten.

Das Ziel einer Klimaneutralität Deutschlands bis 2045 sei nur erreichbar, wenn der Umbau des Energiesystems beschleunigt werde, so Birnbaum weiter. „Wir brauchen schnellere Genehmigungen für neue Netze und Anlagen. Das Tempo beim Umbau muss sich massiv erhöhen.“ Dabei setzt der E.on-Chef seine Hoffnungen auch auf die Grünen. „Vielleicht tut sich eine Regierung mit grüner Beteiligung leichter mit Beschleunigungen in den Genehmigungsverfahren.“

E.on (WKN: ENAG99)

Ein stabiles Geschäftsmodell und die attraktive Dividendenrendite sprechen für die E.on-Aktie. Die Konsolidierung an der 10-Euro-Marke sollte bald beendet sein. Für konservative Anleger bleibt der DAX-Titel eine gute Wahl.