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14.06.2021 Benjamin Heimlich

Didi Chuxing: Uber Chinas arbeitet an einem Mega-IPO

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UBER TECH.

Über den Börsengang von Didi Chuxing wurde bereits länger spekuliert, jetzt nimmt er Formen an. Der chinesische Fahrdienstvermittler will sein IPO in New York durchführen und dabei eine hohe zweistellige Milliarden-Bewertung erreichen. Davon würde kurioserweise auch der US-Konkurrent Uber profitieren.

Zwar steht bislang noch kein Datum fest und auch ob das Listing an der NYSE oder der Nasdaq stattfinden soll, ist noch offen. Die bei der US-Finanzaufsicht eingereichten Unterlagen erlauben aber erste Einblicke.

So musste Didi im letzten Jahr aufgrund der Corona-Maßnahmen einen Umsatzrückgang von fast elf Prozent auf 21,6 Milliarden Dollar hinnehmen. Alleine das Fahrdienst-Geschäft in China fiel fast auf das Niveau von 2018 zurück.

Laut eigenen Angaben ist das Unternehmen in 15 Ländern aktiv, doch über 93 Prozent seiner Umsätze erwirtschaftet es in China. Dort hat es sich unter anderem gegen den US-Rivalen Uber durchgesetzt, dessen China-Geschäft Didi 2016 übernahm. Im Gegenzug erhielten die Amerikaner 12,8 Prozent der Unternehmensanteile von Didi.

Uber Technologies (WKN: A2PHHG)

Weitere Großaktionäre sind Softbank, die über den Vision Fund 21,5 Prozent an Didi halten, und der chinesische Tech-Konzern Tencent, der mit 6,8 Prozent beteiligt ist.

Nachdem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2020 noch einen Verlust von über 1,6 Milliarden Dollar ausgewiesen hatte, steht für das erste Quartal dieses Jahres erstmals ein Gewinn zu Buche. Unterm Strich erwirtschaftete Didi ein Plus von 873 Millionen Dollar.

Der Markt für Fahrdienste ist enorm. Alleine in China rechnen Analysten in diesem Jahr mit einem Umsatz von über 93 Milliarden Dollar. In vier Jahren soll er den Prognosen zufolge auf mehr als 129 Milliarden anwachsen, was einem jährlichen Plus von fast neun Prozent entspricht.

Noch stehen wichtige Informationen zum Börsengang aus. Dazu zählt auch die angestrebte Bewertung. Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf informierte Personen von 70 Milliarden Dollar, die Didi anstreben soll. DER AKTIONÄR wird die Entwicklung beim Uber Chinas weiter verfolgen.