04.10.2019 Nikolas Kessler

Bitcoin: Geduld zahlt sich aus

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Bitcoin
Trendthema

Auch wenn der Bitcoin kurzfristig immer wieder enormen Schwankungen unterworfen ist – auf lange Sicht hat es sich für die meisten Bitcoin-Besitzer bislang ausgezahlt, diese auszusitzen . „Hodln“ lohnt sich – offenbar auch für das Land Niedersachsen.

Wie das Justizministerium in Hannover in dieser Woche mitteilte, profitiert das Bundesland zunehmen von der Verwertung beschlagnahmter Kryptowährungen. Deren Verkauf hat im laufenden Jahr alleine bis Ende August rund 650.000 Euro in die Staatskasse gespült. Zum Vergleich: Zwischen 2010 und 2018 seien es insgesamt nur 410.000 Euro gewesen. In der kommenden Woche will die Staatsanwaltschaft Göttingen vier weitere Bitcoins im Wert von aktuell rund 30.000 Euro veräußern.

Dabei handelt es sich um Coins, die von den Behörden im Zuge von Ermittlungen beschlagnahmt werden – etwa im Zusammenhang mit Erpressung, Geldwäsche oder illegalem Handel im Darknet. Frank Lange von der Staatsanwaltschaft Verden betont aber, dass die Behörden nicht auf einen Kursanstieg der beschlagnahmten Bitcoins spekulieren. Sie würden verwertet, sobald es rechtlich möglich sei.

Auch Tim Draper schlug bei Bitcoin-Auktion zu

Verkauf oder Versteigerung eingezogener Kryptowährungen ist auch in anderen Ländern üblich. Bereits im Jahr 2014 hat Bitcoin-Investor Tim Draper bei einer Auktion des US-Justizministeriums fast 30.000 Bitcoins ersteigert, die zuvor  im Zuge der "Silk Road"-Ermittlungen beschlagnahmt wurden.

Medienberichten zufolge hat Draper damals rund 630 Dollar pro Bitcoin bezahlt, was leicht über dem damaligen Kurs lag. Trotzdem hat es sich als  gutes Geschäft erwiesen, denn der Gesamtwert seiner Bitcoins hat sich bis heute auf rund 245 Millionen Dollar beinahe verdreizehnfacht.

Hätte, hätte...

Unvergessen ist im Zusammenhang mit den enormen Wertsteigerungen des Bitcoin auch der legendäre Tweet des frühen Bitcoin-Fans Greg Schoen vom 17. Mai 2011. Darin ärgert er sich, seine 1.700 Bitcoins (!) zum Kurs von 0,30 Dollar verkauft und damit den Anstieg auf acht Dollar verpasst zu haben. Hätte er bis heute durchgehalten, wären die Bitcoins sogar fast 14 Millionen Dollar wert. 

Der Bitcoin ist für enorme Kursausschläge berüchtigt – sowohl nach oben als auch nach unten. Auf lange Sicht zeigt die Kursentwicklung aber ganz klar nach oben. Selbst seit Jahresanfang notiert der Kurs trotz des jüngsten Rückschlags immer noch rund 120 Prozent im Plus. DER AKTIONÄR rechnet langfristig auch weiterhin mit steigenden Kursen.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Autor Nikolas Kessler hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.