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27.02.2021 Nikolas Kessler

Bitcoin & Co: Kaufempfehlung von JPMorgan

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Bitcoin

Ob man Bitcoin kaufen oder besser die Finger davon lassen sollte, daran scheiden sich die Geister. Für MicroStragtey-CEO Michael Saylor etwa gibt es nichts Besseres. US-Finanzministerin Janet Yellen warnt vor den hohen Risiken. Und Bill Gates mahnt alle, die weniger Geld als Elon Musk haben, zur Vorsicht. Auch die Analysten von JPMorgan haben jetzt ein Votum abgegeben, das durchaus überrascht.

Eine kleine Krypto-Position im Depot kann Investoren dabei helfen, sich gegen Schwankungen bei traditionellen Assetklassen wie Aktien, Anleihen und Rohstoffen abzusichern. So lautet die Einschätzung der US-Großbank in einer aktuellen Mitteilung an die Kunden. Allerdings sollten Krypto-Investments wohldosiert eingegangen werden.

 „In einem Multi-Asset-Portfolio können Investoren bis zu ein Prozent ihrer Anlagesumme in Kryptowährungen hinzufügen“, schreiben die JPMorgan-Experten Joyce Chang and Amy Ho in ihrer Studie. So könne gleichzeitig das Risiko großer Wertverluste der Digitalwährungen abgemildert werden. Zudem sollten Anleger Bitcoin und Co eher als Finanzvehikel und nicht wie eine klassische Währung wie den Dollar oder den Yen betrachten. 

Ambivalentes Verhältnis zu Krypto-Assets

Die Empfehlung ist aus zwei Gründen beachtlich: Zum einen ist unvergessen, wie JPMorgan-Boss Jamie Dimon den Bitcoin im Jahr 2017 als „Betrug“ abgestempelt hat – auch wenn er von dieser Aussage zwischenzeitlich zurückgerudert ist. Zum anderen haben Strategen der Großbank erst vor wenigen Wochen argumentiert, dass sich Bitcoin nur bedingt als Hedge gegen Verluste an den Finanzmärkten eigne. Der Grund: Durch das wachsende Engagement institutioneller Investoren verhalte sich die Digitalwährung ohnehin mehr und mehr wie ein zyklisches Asset.

Kurz zuvor hatte Co-Chef Daniel Pinto dennoch bereits in Aussicht gestellt, dass JPMorgan wohl auf absehbare Zeit selbst im Bitcoin-Bereich aktiv werden müsse – und zwar, weil die Nachfrage der Kunden nach entsprechenden Produkten und Dienstleistungen so hoch sei.

Trading-Apps boomen

Zwar ist ein Großteil des jüngsten Kursanstiegs beim Bitcoin darauf zurückzuführen, das institutionelle Anleger und große Konzerne wie MicroStrategy, Square oder Tesla ihre Bitcoin-Investments auf- beziehungsweise ausgebaut haben. Doch auch seitens der Privatanleger ist das Interesse an der Digitalwährung enorm.

Der US-Smartphone-Broker Robinhood meldete beispielsweise, dass alleine in diesem Jahr bereits rund sechs Millionen Nutzer erstmals das Feature zum Handel mit Kryptowährungen in der App genutzt hätten. Und der Payment-Spezialist Square hat in dieser Woche mitgeteilt, dass alleine im Januar über eine Million Nutzer der Finanz-App „Cash“ dort erstmals in Bitcoin investiert haben.

Auch DER AKTIONÄR rät seit Monaten dazu, eine kleine Bitcoin-Position aufzubauen. Hierzulande ist der Direkteinstieg beispielsweise über die „Bison“-App der Börse Stuttgart, den Handelsplatz Bitcoin.de und natürlich über viele andere Portale möglich.  

Die heftigen Kursschwankungen der letzten Wochen zeigen zwar eindringlich, dass sich Bitcoin und Co nur für risikobewusste Anleger eignen. Mittel- und langfristig dürfte der Kurs aber weiter steigen.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Autor Nikolas Kessler ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Bitcoin.

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "AKTIONÄR Depot" von DER AKTIONÄR.

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