17.09.2019 Markus Bußler

Gold-Insider: 1.500 Dollar ist der neue Boden

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Kinross Gold
Trendthema

Der Goldpreis konnte gestern von den Unsicherheiten rund um den Drohnenangriff auf eine Raffinerie in Saudi-Arabien profitieren. Übergeordnet steckt das Edelmetall jedoch noch immer in einer Konsolidierung fest. Doch wenn es nach den Worten von Paul Rollinson, CEO von Kinross Gold, geht, dann ist der Bereich um 1.500 Dollar das Maß der Dinge.

„Ich sehe nicht viele technische Barrieren über dem aktuellen Niveau“, sagte er auf dem Denver Gold Forum. „Aber ich denke, dass das aktuelle Niveau von Investoren genutzt wird, um zu kaufen.“ Wenn es allerdings um die Dividende geht, dann wird Rollinson schon wieder etwas vorsichtiger mit Blick auf den Goldpreis. Er wolle erst sehen, ob das Niveau tatsächlich nachhaltig ist, bevor der Konzern über Dividenden nachdenkt.

Gleichzeitig kündigte der Kinross-CEO an, dass Kinross mit den Expansionsplänen auf der Tasiast-Mine in Mauretanien fortfahren werde. Zuletzt hatte es einige Streitigkeiten mit der Regierung gegeben. Insgesamt scheint Kinross nicht auf große Akquisitionen aus zu sein. Man wolle vor allem interne Projekte vorantreiben und die Bilanz weiter verbessern. Eines dieser internen Projekte ist die La Coipa Mine in Chile, die aber nur ein Meilenstein auf dem Weg zum Produktionsstart des Lobo-Marte-Projekts sein soll.

Kinross Gold (WKN: A0DM94)

Die Kinross-Aktie hält sich erstaunlich gut. Nachdem das Papier fast drei Jahre ein Trauerspiel gewesen ist, gelang dem Papier getrieben durch einen festeren Goldpreis zuletzt ein furioser Anstieg. Die Korrektur der vergangenen beiden Wochen hat die Aktie fast unbeschädigt überstanden. Das letzte große Hindernis auf dem Weg nach oben stellt das 2016er Hoch bei 5,70 Dollar dar. Gelingt hier der Ausbruch, dann können Anleger tatsächlich wieder auf den 10-Dollar-Bereich bei Kinross schielen. Das aber setzt sicherlich einen weiter steigenden Goldpreis voraus.