19.08.2019 Markus Bußler

Gold: Deutsche Bank sieht höhere Preise

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Gold
Trendthema

Der Goldpreis nimmt sich eine Verschnaufpause und rutscht im frühen europäischen Handel zeitweise unter die Marke von 1.500 Dollar. Die wieder etwas festeren Aktienmärkte sorgen dafür, dass einige Anleger den Sicheren Hafen Gold den Rücken kehren. Doch von einem Trend kann noch nicht gesprochen werden. Derweile meldet sich die Deutsche Bank zu Wort und hebt die Goldpreisprognose an.

Für die kommenden eineinhalb Jahre rechnet das Bankhaus jetzt mit einem Goldpreis von 1.575 Dollar – die Experten sehen sogar Szenarien, in denen der Goldpreis bis in den Bereich von 1,700 Dollar steigen könnte. Die Deutsche Bank hob auch gleich noch die drei unternehmen hervor, die man nach Ansicht der Analysten kaufen sollte. Das wäre zum einen Barrick Gold. Die Analysten sehen die Integration von Randgold Resources weitestgehend als abgeschlossen an und sehen weitere Kostensenkungsmöglichkeiten. Dazu sollte es Rückenwind durch die Verkäufe von Assets geben. Zudem sehen die Experten Chancen bei Pan American Silver. Pan American könnte beispielsweise die Escobal-Mine wieder in Produktion bringen, was sich als zusätzlicher Kurstreiber herausstellen sollte. Der dritte Empfehlungstitel der Deutschen Bank ist Wheaton Precious Metals. Allerdings bietet das Kursziel von 29 Dollar hier nicht mehr allzu viel Spielraum nach oben.

Gold (ISIN: XC0009655157)

Auch wenn wir grundsätzlich an den Empfehlungen der Deutschen Bank wenig auszusetzen haben, kommen sie doch zu einem unglücklichen Zeitpunkt. Die meisten Aktien haben bereits 50 Prozent und mehr zugelegt. Zudem mehren sich die Zeichen, dass Gold jetzt gerade etwas durchatmen will. Anleger sind gut beraten, zum jetzigen Zeitpunkt gestaffelt einzusteigen und nicht alles auf eine solche Empfehlung hin zu investieren. DER AKTIONÄR geht nach einer Konsolidierungphase von einer Jahresendrallye beziehungsweise Jahresauftaktrallye bei Gold und Silber aus.