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09.06.2021 Fabian Strebin

Nach 50 Prozent Gewinn: Raus aus der Intesa Sanpaolo trotz sechs Prozent Rendite?

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Intesa Sanpaolo

Die europäischen Bankaktien erleben in 2021 eine starke Rallye. Abgeschriebene Werte feiern ein starkes Comeback, denn positive Konjunkturerwartungen und die Fantasie steigender Zinsen schieben die Kurse an. Einer der Outperformer ist die größte Bank Italiens, die Intesa Sanpaolo. Doch nun werden Analysten vorsichtiger und stufen die Aktie ab. DER AKTIONÄR erklärt, ob Anleger Gewinne mitnehmen sollten.

Die Investmentbank Jefferies hat Intesa Sanpaolo von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 2,45 auf 2,50 Euro angehoben. Es sei noch zu früh, in Europa auf steigende Zinsen zu setzen, schrieb Analyst Benjie Creelan-Sandford in einer Branchenstudie zu südeuropäischen Banken. Allerdings habe sich die Stimmung der Einkaufsmanager jüngst aufgehellt, so dass sich die Aussichten für das Kreditgeschäft weiter verbessern könnten. Bei Intesa Sanpaolo spiegelten derweil die Markterwartungen und die Aktienbewertung zunehmend die starken Trends in der Vermögensverwaltung für besonders reiche Kunden wider.

Kursziel noch nicht erreicht

Insgesamt empfehlen jedoch 20 der insgesamt 30 von Bloomberg befragten Experten nach wie vor den Kauf der südeuropäischen Bankaktie. Der Rest würde immerhin dabeibleiben. Auch wenn der Wert in den vergangenen Monaten stark performte, ist das durchschnittliche Kursziel von 2,61 Euro noch nicht erreicht. Das höchste Kursziel hat dabei die Baader Bank mit 2,83 Euro ausgegeben. DER AKTIONÄR bleibt weiterhin bei 3,00 Euro und hat einen Stopp bei 1,65 Euro platziert.

Intesa Sanpaolo (WKN: 850605)

Auch in Italien zieht die Wirtschaft und damit das Kreditgeschäft wieder stark an, Touristen strömen in das Land und ziehen die Konjunktur nach oben. Intesa ist aber auch im Investmentbanking und der Vermögensverwaltung sehr gut positioniert und reitet dort die aktuelle Welle. Die überdurchschnittliche Dividendenrendite von derzeit 6,5 Prozent sichert auch gegen Rücksetzer ab. Halt sollte die Unterstützungszone bei 2,40 Euro bilden. Investierte bleiben dabei, aber Neueinsteiger warten günstigere Kurse ab.

Mit Material von dpa-AFX.

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