8 Aktien mit maximalem OHO-Effekt
08.08.2020 Thomas Bergmann

Munich Re: Beirut-Schock gut verdaut

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Munich Re

Die Munich-Re-Aktie hatte nach dem Analysten-Call am Donnerstag zeitweise die stärksten Verluste im DAX einstecken müssen. Die Aussage, dass die Explosion in Libanons Hauptstadt Beirut ein Großschadenereignis für den Rückversicherer sein würde, belastete den Kurs. Doch bereits im Laufe des Donnerstags konnte sich der Wert wieder erholen. Diese Erholung setzte sch vor dem Wochenende fort.

Mit 230 Euro bewegt sich der DAX-Titel wieder auf dem Niveau von vor den Quartalszahlen. Offensichtlich geht die Mehrheit der Anleger davon aus, dass die Munich Re auch die Katastrophe im Hafen von Beirut gut wegstecken wird. Außerdem hat Finanzchef Christoph Jurecka im Rahmen der Telefonkonferenz betont, dass der Rückversicherer seine Dividende mindestens stabil halten will.

Der Dividendenaristokrat

Das ist positiv und auch irgendwie nachvollziehbar. Die Munich Re hat ihre Dividende in den letzten fünf Jahrzehnten nie gesenkt. Diesen Ruf als Dividendenaristokrat will man nicht aufs Spiel setzen.

Die Münchner werden 2020 wegen Corana weniger verdienen als im Vorjahr. Notfalls dürfte man einfach die Ausschüttungsquote erhöhen oder schlimmstenfalls die Reserven angreifen.

Munich Re (WKN: 843002)

Technisch betrachtet läuft die Aktie seit 8 Wochen seitwärts. Der Schwächeanfall am Donnerstag blieb glücklicherweise folgenlos, so dass weiterhin die Chance auf einen Ausbruch über den wichtigen GD200 besteht. In diesem Fall könnte die Aktie den oberen Rand der Seitwärtsbewegung bei 242,30 Euro (auf Schlusskursbasis) testen.

Berenberg bleibt bullish

Die Analysten der Privatbank Berenberg empfehlen die Munich Re nach den Zahlen weiter zum Kauf. Der Versicherungsriese sei bestens positioniert, um das Marktumfeld zu nutzen. So steigen seit langem wieder die Preise und die Prämiumeinnahmen. Das macht Hoffnung für 2021 und darüber hinaus.

Kurzfristig scheint bei den Versicherern etwas die Luft raus. Doch wer langfristig investiert, kommt an der Munich Re nicht vorbei.

Hinweis auf potenzielle Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Munich Re.