Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
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16.03.2021 Thomas Bergmann

Trading-Tipp Hypoport: schwacher Ausblick, starke Gegenbewegung – Chance auf 30 Prozent

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Hypoport

Das Fintech-Unternehmen Hypoport hat sowohl mit den Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr als auch mit dem Ausblick für 2021 die Erwartungen des Marktes enttäuscht und dafür auch die Quittung bekommen. Am Montag stürzte das Papier zeitweise auf 407 Euro ab, bevor sich die ersten Schnäppchenjäger einfanden. Für die Analysten von Warburg ist das aktuelle Niveau eine Kaufgelegenheit. Für Trader bietet sich der Kaif eines Faktor-Zertifikats an.

Hypoport hat sich nach einem gebremsten Geschäftsausbau im Corona-Jahr 2020 überraschend niedrige Ziele für 2021 gesetzt. Zwar sollen Umsatz und operativer Gewinn weiter wachsen, wie der Kredit- und Versicherungsvermittler am Montag in Berlin mitteilte. Doch während Vorstandschef Ronald Slabke für "viele weitere Jahre" ein "dynamisches Wachstum" in Aussicht stellt, fallen seine Ziele für 2021 niedriger aus als von Analysten im Schnitt erwartet. So soll der Umsatz von zuletzt 388 Millionen auf 430 bis 460 Millionen Euro steigen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll von 36,2 Millionen auf 40 bis 45 Millionen Euro zulegen. Analysten hatten im Schnitt jedoch einen Umsatz von mehr als 470 Millionen und ein EBIT von gut 50 Millionen auf dem Zettel. Schon 2020 hatte der Finanzdienstleister die Erwartungen von Analysten verfehlt.

Die Analysten von Warburg stufen nach dem starken Rückgang in den letzten Wochen die Hypoport-Aktie auf "Kaufen" hoch. Das Kursziel wird bei 535 Euro gesehen. Kurzfristig könnte die Aktie das am Montag aufgerissene Gap (471 Euro) schließen und die 200-Tage-Linie bei 480 Euro erreichen. Mutige Anleger setzen auf ein Faktor-Zertifikat von Morgan Stanley, das im "Trading-Tipp" bei DER AKTIONÄR TV vorgestellt wird.

Hypoport (WKN: 549336)