17.11.2019 Maximilian Völkl

Global AI Index auf Rekordhoch - so profitieren Anleger vom Megatrend Künstliche Intelligenz

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Morgan Stanley Knock-Out Solactive Global AI 1,2% Index (Absolute Return) (EUR)
Trendthema

Die Anwendungsbereiche für künstliche Intelligenz (KI) sind riesig. Autonomes Fahren, vernetzte Maschinen in der Industrie 4.0 oder personalisierte Werbung im Internet sind die bekanntesten Themen. Doch selbst bei Kunst oder Kultur sind die Möglichkeiten unbegrenzt.

Es ist ein Milliardenmarkt, der entsteht. Im vergangenen Jahr wurden weltweit gut 1,6 Milliarden Dollar mit KI-Anwendungen umgesetzt. Die Experten von Tractica schätzen, dass es bis 2025 über 31 Milliarden Dollar sind. Dabei sind die hohen Folgeinvestitionen in Service und Training noch gar nicht eingerechnet.

17 Aktien, ein Index

Das Potenzial von KI ist enorm. DER AKTIONÄR hat das früh erkannt und bereits 2016 den Global AI Index aufgelegt. Anleger müssen sich somit nicht entscheiden, welchem Unternehmen sie den Durchbruch bei KI zutrauen – sie können vielmehr gebündelt auf einen breiten Korb an Aktien setzen. Die Vorgaben sind klar. Um in den Index aufgenommen zu werden, müssen die Unternehmen entweder Mitglied der Partnership on AI sein oder ihre KI der Organisation OpenAI bereitstellen. Zudem müssen die Marktkapitalisierung mindestens eine Milliarde Euro und der tägliche Börsenumsatz in den vergangenen drei Monaten eine Million Euro betragen haben. 17 Unternehmen erfüllen aktuell diese Kriterien – darunter Highflyer wie Zalando, Apple oder Nvidia.

Die Performance ist beeindruckend. 15 der 17 Werte haben seit Jahresbeginn 15 Prozent oder mehr zugelegt. Mit Baidu notiert lediglich ein einziges Indexmitglied niedriger als zu Jahresbeginn – auch das könnte sich zeitnah ändern.

Zugpferd Alphabet

Eines der Kernthemen bei KI ist das autonome Fahren. Als Vorreiter gilt hier die Google-Mutter Alphabet. Die Selbstfahrer-Tochter Waymo besitzt bereits große Testflotten und hat die etablierten Autobauer auch dank mehr als 16 Millionen Testkilometern auf öffentlichen Straßen deutlich abgehängt. Bis zur kommerziellen Markteinführung ist der Weg zwar noch immer weit, dennoch könnten sich die Milliardeninvestitionen für Alphabet lohnen – die US-Bank Morgan Stanley bewertet Waymo bereits heute mit 105 Milliarden Dollar – das Analysehaus Jefferies hält sogar 250 Milliarden Dollar für realistisch.

Alphabet ist nicht der einzige Big-Tech-Vertreter im AI-Index. Auch die weiteren GAFAM-Werte Amazon, Facebook, Apple und Microsoft sind an Bord. Bei Lösungen zum Deep Learning oder dem Machine Learning stellen sie die Konkurrenz in den Schatten. Generell zeigt sich wieder einmal, dass die USA in Sachen Digitalisierung und künstlicher Intelligenz die Nase vorn haben. 65 Prozent der Indexmitglieder haben ihren Sitz in den USA. Doch auch zwei deutsche Vertreter sind mit dabei – die Deutsche Telekom und der Online-Modehändler Zalando. Mit einem Plus von 66 Prozent seit Jahresbeginn ist Zalando sogar der Top-Performer im Index.

Morgan Stanley Knock-Out Solactive Global AI 1,2% Index (Absolute Return) (EUR) (WKN: MF09RW)

Der AI-Index notiert auf Rekordhoch. Dow Jones, Nasdaq oder der DAX können mit der Performance nicht mithalten. Dabei steht künstliche Intelligenz erst am Anfang. Ein gigantischer Wachstumsschub ist in den kommenden Jahren möglich. Anleger können mit einem Mini-Long auf eine Fortsetzung der Rallye spekulieren.

Dieser Text ist in leicht veränderten Form in DER AKTIONÄR 4/19 erschienen. Welche Aktien in Chinagerade gefragt sind oder wie die DAX-Berichtssaison gelaufen ist, erfahren sie hier.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Herr Bernd Förtsch, Verleger und Eigentümer der Börsen­medien AG, hält mittelbar eine wesentliche Beteiligung an der flatex AG, deren Tochtergesellschaft flatex Bank AG unter der Marke flatex Online-Brokerage betreibt.

Die flatex Bank AG erhebt für den Handel in Finanzinstrumenten in der Regel von ihren Kunden Ordergebühren. Die flatex Bank AG hat mit Morgan Stanley, Goldman Sachs, Deutsche Bank, UBS, Von­tobel, BNP Paribas und HSBC eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach diese Institute den Status eines bevorzugten Partners von Hebelprodukten (Exchange Trade Products) haben und von ihnen emittierte Hebelprodukte durch die flatex Bank AG angeboten werden, die Kunden ohne oder mit reduzierten Ordergebühren handeln können. Die flatex Bank AG erhält in diesem Zusammenhang von Morgan Stanley, Goldman Sachs, Deutsche Bank, UBS, Vontobel, BNP Paribas und HSBC Vergütungen für den Vertrieb dieser Finanzinstrumente.