14.10.2019 Thomas Bergmann

Update: DAX wegen Handelsstreit schon wieder unter Druck

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Nach den starken Kursgewinnen am Freitag dominieren zum Wochenauftakt wieder rote Vorzeichen. Neben Gewinnmitnahmen sorgen neue Meldungen zum Handelsstreit zwischen den USA und China für Verunsicherung. Angeblich will China erst einmal weitere Gespräche führen, bevor man den "Phase-1-Deal" von US-Präsident unterschreibt.

Die Nachricht schürt natürlich Zweifel, ob der größte Durchbruch im 18 Monate währenden Handelskrieg ein wirklicher Durchbruch ist. So sind die Zölle, die ab dem 15. Dezember gelten sollen, nicht vom Tisch. Weiterhin keine Einigung gibt es in Bezug auf den Diebstahl geistigen Eigentums, den die USA China unterstellen, sowie hinsichtlich erzwungenen Technologietransfers in die Volksrepublik sowie Chinas Industriesubventionen. Auch die Meinungsverschiedenheiten um Huawei wurden ausgeklammert und sollen separat verhandelt werden.

"Noch gibt es keinen gangbaren Weg zu einer Senkung der bestehenden Zölle und es besteht ein bedeutendes Risiko, dass es hier wieder zur Eskalation kommt", schrieben die Morgan-Stanley-Strategen Michael Zezas and Meredith Pickett am Freitag. Von Seiten der Wirtschaft sei daher keine erhebliche Reaktion zu erwarten und somit kein deutlicher Schub für die Erwartungen zur Weltkonjunktur.

DAX (WKN: 846900)

Im Falle eines Rücksetzers liegen bei 12.412, 12.310, 12.240 und 12.200 potenzielle Auffangregionen. Erst unterhalb der letztgenannten Zone käme es zu einer leichten Eintrübung des kurzfristigen Chartbildes. 

Sollten der DAX die Marke von 12.500 nachhaltig überwinden, lägen die Ziele auf der Oberseite bei 12.600 und 12.656. Darüber entstünde der Hinweis auf eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends vom Dezember-Tief in Richtung 12.887 und 13.000.

DER AKTIONÄR ist seit Freitagvormittag long im DAX. Der Schein mit der WKN DF6HER (Empfehlungskurs 8,45 Euro) notiert gut im Plus, weshalb der Stoppkurs zunächst auf Einstand nachgezogen werden sollte.